Berufseinstieg als Tierphysiotherapeutin: Ihr Leben für Hunde
Berufseinstieg als Tierphysiotherapeutin: Ihr Leben für Hunde

Sophie Sydow hat einen ungewöhnlichen Karriereweg eingeschlagen. Neun Jahre lang arbeitete sie bei einer Reederei, doch der Job erfüllte sie nicht. Auch ein Branchenwechsel brachte nicht die erhoffte Zufriedenheit. Heute ist sie Tierphysiotherapeutin und behandelt Hunde mit Bandscheibenvorfällen oder Beckenschiefstand – und das bis zu 60 Stunden pro Woche. „Es fühlt sich für mich nicht wie ein Job an, sondern ist mein Leben geworden“, sagt die 34-Jährige.

Der Wendepunkt: Die eigene Hündin

Der Wunsch, Tierphysiotherapeutin zu werden, wurde durch ihre eigene Hündin geweckt. Als das Tier gesundheitliche Probleme bekam, suchte Sydow nach Alternativen zur Schulmedizin und entdeckte die Physiotherapie für Hunde. Die Begeisterung war so groß, dass sie beschloss, den Beruf zu erlernen. Sie absolvierte eine Ausbildung zur Tierphysiotherapeutin und machte sich anschließend selbstständig.

Ein typischer Arbeitstag

Ihr Alltag ist intensiv: Sie behandelt Hunde mit verschiedenen Beschwerden, darunter Bandscheibenvorfälle, Hüftdysplasie und Beckenschiefstand. Die Therapie umfasst Massagen, Dehnübungen und gezielte Bewegungsabläufe. „Jeder Hund ist anders, und ich muss mich individuell auf jedes Tier einstellen“, erklärt Sydow. Die Arbeit ist körperlich anstrengend, aber sie liebt es, den Tieren zu helfen.

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Herausforderungen und Belohnungen

Die größte Herausforderung sei die emotionale Bindung zu den Tieren. „Man leidet mit, wenn es dem Hund nicht gut geht, und freut sich umso mehr, wenn die Therapie anschlägt“, sagt sie. Die Dankbarkeit der Besitzer und die Fortschritte der Tiere sind für sie die größte Belohnung. Trotz der langen Arbeitszeiten – oft mehr als 60 Stunden pro Woche – bereut sie ihren Berufswechsel nicht.

Ein Beruf mit Zukunft

Die Nachfrage nach Tierphysiotherapie steigt, da immer mehr Tierbesitzer alternative Behandlungsmethoden suchen. Sydow ist überzeugt, dass sich der Beruf weiter etablieren wird. „Es ist ein wunderbares Gefühl, mit den Händen zu arbeiten und direkt zu sehen, wie man helfen kann“, sagt sie. Wer sich für diesen Beruf interessiert, sollte nicht nur Tierliebe mitbringen, sondern auch körperliche Fitness und Einfühlungsvermögen.

Sophie Sydow hat ihren Traumjob gefunden – auch wenn der Weg dorthin steinig war. Sie ermutigt andere, den Mut für einen Neuanfang zu haben. „Wenn man seine Leidenschaft gefunden hat, dann fühlt sich Arbeit nicht mehr wie Arbeit an.“

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