Ob Hotel, Mietwagen oder Restaurantbesuch – im Urlaub ist die Kreditkarte für viele Reisende ein unverzichtbarer Begleiter. Wer die passende Karte wählt und sie richtig einsetzt, kann Probleme bei Kautionen und Zahlungen im Ausland vermeiden. Schon vor der Abreise lohnt sich daher ein kurzer Check der wichtigsten Aspekte.
Kreditkartenlimit vor der Reise prüfen
Ein häufiger Stolperstein im Urlaub ist das Kartenlimit. Gerade bei Fernreisen oder längeren Aufenthalten können sich Hotelkosten, Restaurantbesuche und Einkäufe schnell summieren. Hinzu kommen häufig Kautionen für Mietwagen oder Hotels, die das verfügbare Limit vorübergehend reduzieren. Vor Reisebeginn empfiehlt es sich daher, das aktuelle Kartenlimit zu kontrollieren und bei Bedarf rechtzeitig erhöhen zu lassen. Viele Banken ermöglichen dies inzwischen bequem über die App oder das Online-Banking.
Mietwagen: Warum eine Kreditkarte fast unverzichtbar ist
Wer im Urlaub einen Mietwagen buchen möchte, benötigt in vielen Fällen eine klassische Kreditkarte. Der Vermieter blockiert darauf meist eine Kaution, die je nach Fahrzeug und Land mehrere hundert bis über tausend Euro betragen kann. Wichtig ist dabei: ausreichend freies Kartenlimit einplanen, die Kreditkarte auf den Namen des Hauptfahrers ausstellen lassen und beachten, dass die Kaution häufig nur reserviert und nach Rückgabe wieder freigegeben wird. Debitkarten und Prepaid-Kreditkarten werden für Kautionen meist nicht akzeptiert.
Hotels blockieren ebenfalls Kautionen
Auch Hotels reservieren bei der Anreise oft einen bestimmten Betrag auf der Kreditkarte. Damit sichern sie mögliche Zusatzkosten wie Minibar, Restaurant oder Schäden am Zimmer ab. Die Reservierung verschwindet nach dem Aufenthalt meist automatisch, jedoch kann das verfügbare Kartenlimit bis zur Freigabe eingeschränkt sein.
Reise-Kreditkarten bieten oft zusätzliche Extras
Viele hochpreisige Kreditkarten kombinieren die Zahlungsfunktion mit weiteren Reiseleistungen. Je nach Anbieter gehören dazu beispielsweise Lounge-Zugänge an Flughäfen, Reiseguthaben oder bestimmte Reiseversicherungen. Wer häufig unterwegs ist und eine Kreditkarte mit umfangreicher Reiseausstattung sucht, findet in der American Express Platinum Card eines der bekanntesten Modelle. Neben verschiedenen Guthaben zählen auch Lounge-Zugänge zu über 1.550 Flughafen-Lounges weltweit und ein umfangreiches Versicherungspaket (u. a. Kfz-Schutzbrief, Reiseunfall- und Reisegepäckversicherung) zum Gesamtpaket. Eine günstigere Alternative bietet die Miles & More Gold Card, die mit jedem Karteneinsatz Meilen sammelt, den Marriott Bonvoy Silver Elite Status sowie ein umfangreiches Versicherungspaket umfasst.
Im Ausland möglichst in Landeswährung bezahlen
In Ländern außerhalb des Euroraums bieten Geschäfte oder Geldautomaten häufig eine Sofortumrechnung in Euro an. Dabei wird ein fester Wechselkurs angezeigt, der auf den ersten Blick transparent wirkt. Tatsächlich ist diese sogenannte Dynamic Currency Conversion (DCC) jedoch oft mit einem erheblichen Kursaufschlag verbunden. In der Regel ist es günstiger, bei Kartenzahlungen oder Bargeldabhebungen die Abrechnung in der jeweiligen Landeswährung zu wählen. Die Umrechnung erfolgt dann über den Kartenanbieter bzw. die kartenausgebende Bank zum jeweiligen Wechselkurs.
Mehrere Zahlungsmittel erhöhen die Flexibilität
Wenn eine Karte verloren geht oder gesperrt wird, kann eine zweite Kreditkarte oder eine zusätzliche Debitkarte hilfreich sein. Auch eine Bargeldreserve in der jeweiligen Landeswährung ist sinnvoll. So steht im Notfall zumindest eine Zahlungsmöglichkeit zur Verfügung. Ebenso empfiehlt es sich, die Sperrnummer der Bank oder des Kartenanbieters unabhängig von der Karte zu speichern. Bei Verlust oder Diebstahl kann die Kreditkarte so umgehend gesperrt werden.



