Entwarnung für Urlauber: Auf Teneriffa ist das Bauen von Sandburgen am Strand weiterhin erlaubt. Allerdings gelten seit dem Jahr 2024 strengere Regeln, die bei Verstößen empfindliche Bußgelder nach sich ziehen können. Das berichtet die „Augsburger Allgemeine“ unter Berufung auf lokale Behörden.
Was hat es mit dem angeblichen Verbot auf sich?
In den sozialen Medien kursieren seit Wochen Gerüchte, dass Sandburgen auf Teneriffa komplett verboten seien. Diese Behauptung ist falsch. Richtig ist: Die Inselverwaltung hat die Strandordnung überarbeitet, um die natürliche Umgebung zu schützen und die Sicherheit der Badegäste zu erhöhen. So sind etwa das Ausheben tiefer Löcher im Sand sowie das Errichten großer Bauwerke, die andere Strandbesucher gefährden könnten, untersagt.
„Es geht nicht darum, den Spaß zu verbieten, sondern darum, die Strände für alle zu erhalten“, erklärt ein Sprecher der zuständigen Umweltbehörde. „Kleine Sandburgen, wie sie Kinder bauen, sind selbstverständlich weiterhin willkommen.“
Welche Regeln gelten konkret?
Die neuen Vorschriften legen fest, dass Sandburgen und andere Sandskulpturen eine maximale Höhe von 50 Zentimetern nicht überschreiten dürfen. Zudem müssen sie am Ende des Tages wieder abgebaut werden, um den Strand für die Nacht zu hinterlassen. Verboten sind außerdem das Eingraben von Personen sowie das Ausheben von Gruben, die tiefer als 30 Zentimeter sind.
Bei Verstößen drohen Bußgelder zwischen 100 und 750 Euro. Die Höhe richtet sich nach der Schwere des Vergehens. So kann das Hinterlassen großer Sandberge oder das Gefährden anderer Strandbesucher teuer werden.
Wie reagieren die Touristen?
Die Reaktionen der Urlauber sind gemischt. Viele zeigen Verständnis für die neuen Regeln, andere befürchten eine Gängelung. „Wir haben drei Kinder, die lieben es, Sandburgen zu bauen. Aber wir halten uns an die Regeln, solange sie vernünftig sind“, sagt ein deutscher Tourist, der mit seiner Familie auf der Insel weilt.
Die Tourismusbehörde von Teneriffa weist darauf hin, dass die Regeln nicht dazu führen sollen, Urlauber abzuschrecken. „Teneriffa bleibt ein familienfreundliches Reiseziel. Die neuen Bestimmungen dienen dem Schutz der Natur und der Sicherheit aller Gäste“, so ein Sprecher.
Was bedeutet das für die Reisebranche?
Die Regelung könnte Auswirkungen auf die Reisebranche haben, insbesondere auf Veranstalter von Familienreisen. Einige Reiseveranstalter haben bereits angekündigt, ihre Gäste über die neuen Strandregeln zu informieren. „Wir werden in unseren Reiseunterlagen darauf hinweisen, damit es keine bösen Überraschungen gibt“, erklärt ein Sprecher eines großen deutschen Reiseveranstalters.
Die Strände von Teneriffa sind ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. Jährlich besuchen Millionen Touristen die Insel. Die Behörden betonen, dass die neuen Regeln dazu beitragen sollen, die Attraktivität der Strände langfristig zu erhalten.
Fazit: Kein generelles Verbot
Zusammenfassend lässt sich sagen: Das Gerücht über ein generelles Verbot von Sandburgen auf Teneriffa ist falsch. Es gelten jedoch seit 2024 bestimmte Auflagen, die eingehalten werden müssen, um Bußgelder zu vermeiden. Urlauber sollten sich vor ihrer Reise über die aktuellen Bestimmungen informieren und die Strände respektvoll nutzen.



