AfD-Abgeordneter Adam tritt nach Stasi-Enthüllung als Kreisvorsitzender zurück
AfD-Abgeordneter Adam gibt Kreisvorsitz nach Stasi-Vorwürfen auf

Der Prignitzer Landtagsabgeordnete Jean-René Adam (AfD) hat sein Amt als Kreisvorsitzender der AfD Prignitz niedergelegt. Dies bestätigte Adam auf Anfrage. Als Grund nannte er eine zu hohe Arbeitsbelastung durch seine Mandate im Landtag, Kreistag der Prignitz und der Gemeindevertretung Karstädt sowie die Tätigkeit als Kreisvorsitzender.

Adam betonte, dass die Kreismitgliederversammlung zudem die Weichen zur Gründung eines AfD-Ortsverbands in Karstädt gestellt habe. Ziel sei es, die anstehende Bürgermeisterwahl in Karstädt „vorzubereiten und erfolgreich zu gestalten“.

Stasi-Vergangenheit belastet Abgeordneten

Im Landtag war Adam in die Kritik geraten, seit durch einen Bericht einer Überprüfungskommission unter Leitung der Brandenburger Aufarbeitungsbeauftragten Maria Nooke bekannt wurde, dass der Abgeordnete als 18-Jähriger in Gera inoffizieller Mitarbeiter der mit der Staatssicherheit zusammenarbeitenden Abteilung 1 der Kriminalpolizei war. Dabei soll er auch Berichte über ausreisewillige DDR-Bürger verfasst haben.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Adam selbst hatte erklärt, er habe von der Zusammenarbeit mit der Staatssicherheit nichts gewusst, und eine spätere Tätigkeit als Kriminalist angestrebt.

Auswirkungen auf die AfD in Brandenburg

Der Rücktritt Adams als Kreisvorsitzender erfolgt vor dem Hintergrund der Enthüllungen über seine Stasi-Vergangenheit. Die AfD Brandenburg hatte sich bisher nicht offiziell zu den Vorwürfen geäußert. Beobachter sehen in dem Rücktritt einen Versuch, weitere Schäden von der Partei abzuwenden.

Die Bürgermeisterwahl in Karstädt, auf die Adam mit der Ortsverbandsgründung hinarbeitet, könnte ein erster Test für die künftige Ausrichtung der AfD in der Region sein.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration