Die AfD baut ihren Vorsprung in der Wählergunst weiter aus. Laut einer aktuellen Erhebung von BILD würde die Partei bei einer Bundestagswahl am kommenden Sonntag auf einen neuen Höchstwert kommen. Der Trend zeigt klar in Richtung der Blauen, wie die BILD-Videografik am 19. Juli 2026 um 21:30 Uhr darstellte.
AfD auf Rekordkurs – Union verliert leicht
In der Sonntagsfrage legt die AfD im Vergleich zur Vorwoche um einen Prozentpunkt zu und erreicht nun 22 Prozent. Damit liegt sie nur knapp hinter der Union, die auf 28 Prozent kommt – ein Minus von einem Punkt. Die SPD bleibt unverändert bei 16 Prozent, die Grünen bei 14 Prozent. Die FDP müsste mit 5 Prozent um den Einzug in den Bundestag bangen, die Linke liegt bei 4 Prozent. Das BSW (Bündnis Sahra Wagenknecht) würde mit 3 Prozent den Einzug verpassen.
Zunehmende Unzufriedenheit mit der Ampel
Als Grund für den Aufschwung der AfD sehen Experten die anhaltende Unzufriedenheit mit der Ampel-Koalition. Besonders in den Bereichen Migration, Inflation und Energiepolitik verlieren SPD, Grüne und FDP an Zuspruch. „Die AfD profitiert von einer wachsenden Proteststimmung“, erklärte ein Meinungsforscher gegenüber BILD. „Viele Wähler fühlen sich von der Regierung nicht mehr vertreten und suchen nach Alternativen.“
Keine Koalitionsoptionen für AfD
Trotz der Zugewinne bleibt die AfD für alle anderen Parteien weiterhin tabu. Eine Koalition mit der Union oder einer anderen Partei ist auf Bundesebene ausgeschlossen. Die Union schließt eine Zusammenarbeit mit der AfD kategorisch aus. Damit wäre rechnerisch nur ein Bündnis aus Union, SPD und Grünen oder Union und SPD möglich, um eine stabile Regierung zu bilden.
Wahlbeteiligung könnte steigen
Die Umfrage zeigt auch, dass die Wahlbeteiligung leicht steigen könnte. Rund 76 Prozent der Befragten gaben an, sicher oder wahrscheinlich wählen zu gehen. Das wäre ein Anstieg im Vergleich zur letzten Bundestagswahl. Besonders bei den Jüngeren ist das Interesse gewachsen, was vor allem den Grünen und der AfD zugutekommt.
Methodik der Umfrage
Die Erhebung wurde vom Meinungsforschungsinstitut Forsa im Auftrag von BILD durchgeführt. Befragt wurden 1.002 wahlberechtigte Deutsche am 18. und 19. Juli 2026. Die Fehlertoleranz liegt bei plus/minus drei Prozentpunkten.



