AfD-Parteitag in Erfurt: 50.000 Gegendemonstranten erwartet
AfD-Parteitag: 50.000 Gegendemonstranten in Erfurt

In Erfurt herrscht Ausnahmezustand: Zum AfD-Bundesparteitag am Wochenende rechnet die Polizei mit 50.000 Demonstranten, darunter bis zu 2500 gewaltbereite Linksextremisten. Die Thüringer Polizei ist mit Tausenden Beamten im Einsatz, unterstützt von Kräften aus allen Bundesländern und der Bundespolizei. Das Protestbündnis „Widersetzen“ kündigte Blockaden an, ohne jedoch konkret zu sagen, wie diese gewaltfrei umgesetzt werden sollen. Rund um das Messegelände in Erfurt gelten seit Freitag weiträumige Sperrungen.

Symbolträchtiger Tagungsort

Der Parteitag findet 100 Jahre nach dem NSDAP-Reichsparteitag vom 3. und 4. Juli 1926 in Weimar statt. Dieser historische Bezug verleiht dem Ereignis zusätzliche Symbolkraft. Die Polizei hat ihren Großeinsatz am Freitagmorgen offiziell gestartet. Bis Sonntag sind mehrere Tausend Polizisten aus dem gesamten Bundesgebiet im Einsatz. Ausschreitungen werden nicht ausgeschlossen. Friedliche Kundgebungen würden geschützt, Gewalt und Straftaten konsequent verfolgt, so die Polizei.

Erste Proteste bereits am Freitag

Bereits einen Tag vor dem Parteitag begannen die Gegenproteste. Die Initiative „Omas gegen Rechts 361“ lud am Freitag zu einem „Kaffeeklatsch“ vor dem Rathaus ein, um über Demokratie zu diskutieren. Parallel dazu trafen sich rund 40 Wissenschaftler im Kulturbahnhof „Zughafen“ zu einer Tagung über den Rechtsruck in Politik und Gesellschaft.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Vergleich mit G20-Gipfel

Die Lage in Erfurt wird als potenziell schwerwiegender eingeschätzt als beim G20-Gewaltgipfel in Hamburg 2017. Damals kam es zu schweren Ausschreitungen. In Erfurt drohen nun 30 geplante Blockadepunkte und eine hohe Zahl gewaltbereiter Linksextremisten. Ein interner Lagebericht zeigt, wie brisant die Lage wirklich ist und welche Szenarien die Einsatzkräfte durchspielen. Besondere Sorge bereiten mögliche Störaktionen gegen die Infrastruktur.

Prominente Unterstützung für Proteste

Musiker Clueso will mit einem Konzert parallel zum AfD-Parteitag ein politisches Zeichen setzen. Auch Sänger Bosse beteiligt sich an einer Protestveranstaltung des Bündnisses „Zusammenstehen“ und wirbt für Respekt und Vielfalt. Sein Auftritt ist am Samstag um 17 Uhr unweit des Messegeländes geplant.

Linksradikale planen „Steinhagel“

Laut internen Lageberichten planen Linksradikale einen „Steinhagel“ auf Polizisten. Die Einsatzkräfte bereiten sich auf Massenblockaden, Angriffe auf Beamte und mögliche Störaktionen vor. Die Polizei betont, dass sie Gewalt konsequent verfolgen werde. Die Thüringer Polizei hat Unterstützung aus allen Bundesländern angefordert, um die Sicherheit zu gewährleisten.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration