Der AfD-Bundesparteitag in Erfurt begann mit chaotischen Szenen. Bereits vor dem offiziellen Start kam es zu gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und Sicherheitskräften. Tritte, Schläge und Steine flogen, als die Menge versuchte, die Zugänge zur Halle zu blockieren. Die Polizei war mit einem Großaufgebot vor Ort, um die Ordnung aufrechtzuerhalten.
Alice Weidel trifft ein
Inmitten der Tumulte traf die Parteivorsitzende Alice Weidel am Veranstaltungsort ein. Sie wurde von jubelnden Anhängern empfangen, während Gegner lautstark protestierten. Weidel zeigte sich unbeeindruckt und betonte die Entschlossenheit der Partei, ihre politischen Ziele zu verfolgen. „Wir lassen uns nicht einschüchtern“, sagte sie gegenüber Reportern.
Gewalt und Gegenproteste
Die Proteste richteten sich gegen die als rechtsextrem eingestufte Partei. Mehrere tausend Menschen versammelten sich zu einer Gegendemonstration, die von einem breiten Bündnis aus zivilgesellschaftlichen Gruppen organisiert wurde. Die Polizei berichtete von mehreren Festnahmen und verletzten Beamten. Die genaue Zahl der Teilnehmer war zunächst unklar.
Die AfD selbst verurteilte die Gewalt und sprach von einer „Inszenierung des politischen Gegners“. Parteisprecher Christian Lüth erklärte: „Wir sind hier, um über Politik zu diskutieren, nicht um uns zu prügeln.“ Die Stimmung in der Halle blieb trotz der Vorfälle angespannt, aber geordnet.
Hintergrund des Parteitags
Der Parteitag in Erfurt dient der strategischen Ausrichtung der AfD für die kommenden Monate. Neben der Wahl der Parteispitze stehen Grundsatzdebatten zur Migrations- und Europapolitik auf der Agenda. Die Partei hofft, nach internen Querelen wieder geschlossen aufzutreten.
Die Ereignisse in Erfurt zeigen die tiefe gesellschaftliche Spaltung, die die AfD in Deutschland verursacht. Während die Partei auf Zulauf in Teilen der Bevölkerung hofft, bleibt der Widerstand gegen ihre Politik vehement.



