Brandenburg-Trend: AfD erreicht Höchstwert von 37 Prozent, BSW fällt auf vier Prozent
Brandenburg-Trend: AfD bei 37 Prozent, BSW nur vier Prozent

Knapp 100 Tage nach Amtsantritt der neuen rot-schwarzen Landesregierung in Brandenburg zeigt eine aktuelle Umfrage erhebliche Akzeptanzprobleme. Der neueste „BrandenburgTrend“ des Meinungsforschungsinstituts Infratest dimap im Auftrag von rbb24 Brandenburg aktuell und Antenne Brandenburg, veröffentlicht am Mittwoch, prognostiziert der AfD einen Höchstwert von 37 Prozent – das wäre ein deutlicher Zugewinn gegenüber den 29,2 Prozent bei der Landtagswahl 2024. Die SPD käme demnach nur noch auf 22 Prozent, nach 30,9 Prozent bei der Wahl und 24 Prozent in einer früheren Umfrage. Die CDU liegt bei zwölf Prozent, was ihrem Wahlergebnis entspricht, aber unter den 14 Prozent der letzten Umfrage liegt.

Linke und Grüne würden wieder einziehen, BSW scheitert an Fünf-Prozent-Hürde

Die Linke, derzeit nicht im Landtag vertreten, würde mit zwölf Prozent wieder einziehen – ein deutlicher Anstieg gegenüber sieben Prozent in der letzten INSA-Umfrage. Auch die Grünen wären mit sechs Prozent wieder im Parlament vertreten. Das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW), das bei der Landtagswahl 2024 noch auf 13 Prozent kam und im Januar das bundesweit erste SPD-BSW-Bündnis auf Landesebene einging, würde mit nur vier Prozent den Wiedereinzug verpassen. Dies ist der erste Umfragewert unter der Fünf-Prozent-Hürde für das von internen Streitigkeiten geprägte BSW.

Regierungszufriedenheit sinkt, Woidke bleibt beliebtester Politiker

Die Koalition aus SPD und CDU hat mit großen Akzeptanzproblemen zu kämpfen: Nur 28 Prozent der Brandenburger sind mit der Landesregierung zufrieden, 62 Prozent äußern sich unzufrieden. Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) bleibt der bekannteste und beliebteste Politiker im Land. 57 Prozent der Befragten sprechen sich dafür aus, dass Woidke bis zur nächsten Landtagswahl 2029 im Amt bleibt, lediglich 31 Prozent halten eine vorzeitige Übergabe für angebracht. Mit seiner politischen Arbeit sind 46 Prozent zufrieden – ein leichter Rückgang gegenüber 48 Prozent im Dezember 2025.

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Bekanntheitsgrad und Zufriedenheit der neuen Minister

Der ins Sozialministerium gewechselte SPD-Politiker René Wilke, der als möglicher Nachfolger Woidkes gilt, erreicht eine Zufriedenheit von 23 Prozent. Innenminister Jan Redmann (CDU) kommt auf 19 Prozent, Finanzminister Daniel Keller (SPD) auf zwölf Prozent. Die neue Wirtschaftsministerin Martina Klement (CSU) und Brandenburgs erster CDU-Bildungsminister Gordon Hoffmann sind nur neun beziehungsweise acht Prozent der Befragten zufrieden – zudem kannte nur ein Viertel der Befragten die beiden Politiker.

Für die Umfrage wurden vom 18. bis 22. Juni 1.159 Wahlberechtigte repräsentativ per Telefon und Online befragt. Die Ergebnisse zeigen eine klare Verschiebung der politischen Stimmung in Brandenburg, die vor allem die AfD und die Linke begünstigt, während SPD und BSW an Zustimmung verlieren.

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