Der populäre deutsche Musiker Clueso hat beim Hurricane Festival auf der White Coast Stage ein Live-Gespräch geführt und dabei klare politische Positionen bezogen. „Ich habe kein Problem damit, Fuck AfD zu sagen“, erklärte der gebürtige Erfurter im Gespräch mit Regina Steffens und Maximilian Sepp vom SPIEGEL. Er betonte, dass Berühmtheit eine Währung sei, die er nutzen wolle, um Haltung zu zeigen.
Politisches Engagement ohne Zeigefinger
Clueso, der zu den populärsten deutschen Musikern zählt, diskutierte die Herausforderung, als Künstler politisch Stellung zu beziehen, ohne dass die Kunst zur bloßen Botschaft verkomme. Er betonte, dass es möglich sei, Haltung zu zeigen, ohne den Zeigefinger zu erheben. „Man kann politisch sein, ohne belehrend zu wirken“, so der Sänger. Er verriet auch, wie er persönlich mit Nazis umgeht: „Ich konfrontiere sie direkt, aber immer respektvoll.“
Neuer Song und Inspiration
Im Gespräch gab Clueso zudem Einblicke in seine neue Musik. Der Song, der auf dem Festival erstmals vorgestellt wurde, sei von aktuellen gesellschaftlichen Entwicklungen inspiriert. „Die Texte spiegeln meine Gedanken zur politischen Lage wider“, erklärte er. Details zum Album verriet er noch nicht, deutete aber an, dass es politischer werde als frühere Werke.
Geheimtreffen mit Martin Schulz
Clueso erzählte auch von einem Hintergrundgespräch mit dem damaligen SPD-Kanzlerkandidaten Martin Schulz, das er bewusst geheim gehalten habe. „Ich wollte nicht, dass es instrumentalisiert wird“, sagte er. Er sei politisch engagiert, aber nicht parteipolitisch gebunden. „Ich unterstütze keine Partei, sondern Werte wie Demokratie und Toleranz.“
Reaktionen und Ausblick
Das Publikum reagierte begeistert auf die klaren Worte des Musikers. Clueso betonte, dass Künstler eine Verantwortung hätten, sich einzumischen. „Schweigen ist keine Option“, so sein Appell. Sein neues Album soll voraussichtlich im Herbst 2026 erscheinen.



