FPÖ-Geburtstag: Orbán, Wilders und Weidel bei Festakt in Wien
FPÖ-Geburtstag: Orbán, Wilders und Weidel in Wien

In der Wiener Hofburg feierte die Freiheitliche Partei Österreichs (FPÖ) am 20. Juni 2026 ihren 70. Geburtstag. Parteichef Herbert Kickl (57) hatte dazu führende Vertreter rechter und rechtspopulistischer Parteien aus ganz Europa eingeladen. In der ersten Reihe der Hofburg saßen Ungarns ehemaliger Ministerpräsident Viktor Orbán (63), der niederländische Rechtspopulist Geert Wilders (62) und die deutsche AfD-Chefin Alice Weidel (47) nebeneinander. Kickl bezeichnete die Gäste als einige der „wichtigsten und bedeutendsten patriotischen Politiker Europas“. Die Gästeliste glich einem Gipfeltreffen der europäischen Rechtsaußen-Parteichefs.

Weidel und Wilders: Lob für Kickl als künftigen Kanzler

Alice Weidel machte ihren Besuch auch auf der Plattform X öffentlich. Sie schrieb: „Liebe Grüße aus Wien, wo wir heute den 70. Geburtstag der FPÖ feiern!“ In ihrem Grußwort auf der Bühne lobte Weidel Kickl als künftigen „Volkskanzler“. Die FPÖ sei für die AfD „Inspiration und Ansporn“. Ein veröffentlichtes Foto zeigt Weidel neben Geert Wilders. Der Niederländer ist einer der bekanntesten Rechtspopulisten Europas und wurde durch scharfe Angriffe auf den Islam sowie Forderungen nach Einwanderungsbegrenzung bekannt. Bei seinem Auftritt in Wien erklärte Wilders, Österreich habe „einen Herbert Kickl als Bundeskanzler verdient“. Die „Systemparteien“ hätten dies bislang verhindert.

Orbán: Patriotische Parteien gewinnen an Zustimmung

Viktor Orbán, der vielen rechten Parteien als Vorbild dient, gratulierte der FPÖ ebenfalls persönlich. Er steht für einen nationalkonservativen Kurs, eine harte Migrationspolitik und den Anspruch, nationale Interessen über die der Europäischen Union zu stellen. In seiner Rede sagte Orbán: „Österreich gehört dem österreichischen Volk.“ Er betonte, dass patriotische Parteien derzeit in vielen europäischen Ländern an Zustimmung gewinnen würden.

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Volksfest vor dem Stephansdom: Kritik an Standortwahl

Nicht nur die Gästeliste sorgte für Diskussionen, sondern auch der Veranstaltungsort des öffentlichen Teils der Feierlichkeiten. Das „Volksfest“ fand direkt vor dem Wiener Stephansdom statt. Die FPÖ nutzt seit Jahren christliche Symbolik und religiöse Sprache in ihrer politischen Kommunikation, was wiederholt von Vertretern der katholischen Kirche kritisiert wurde. Die Standortwahl löste daher erneute Kritik aus.

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