Die aktuellen Ergebnisse des ZDF-„Politbarometers“ zeigen eine deutliche Verschiebung der politischen Kräfteverhältnisse in Deutschland. Die Grünen und die Linke haben die SPD überholt, während die AfD weiterhin die stärkste Partei bleibt. Laut der am Freitag veröffentlichten Umfrage der Forschungsgruppe Wahlen käme die schwarz-rote Koalition aus Union und SPD derzeit nicht auf eine parlamentarische Mehrheit.
AfD bleibt vorn, Union und AfD verlieren leicht
Die AfD führt mit 27 Prozent die Umfrage an, verliert jedoch einen Prozentpunkt im Vergleich zum Vormonat. Die Union kommt auf 23 Prozent, ebenfalls ein Punkt weniger. Die Grünen legen um zwei Punkte auf 14 Prozent zu, die Linke verbessert sich ebenfalls um zwei Punkte auf 13 Prozent. Die SPD fällt um einen Punkt auf zwölf Prozent. Die FDP stagniert bei vier Prozent. Die sonstigen Parteien erreichen zusammen sieben Prozent, wobei keine Partei die Drei-Prozent-Hürde überschreitet.
Pistorius bleibt beliebtester Politiker
Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) bleibt mit einem Durchschnittswert von 1,5 (auf einer Skala von +5 bis -5) der beliebteste Spitzenpolitiker. Auf Platz zwei folgt Baden-Württembergs Ministerpräsident Cem Özdemir (Grüne) mit 0,9. Außenminister Johann Wadephul (CDU) erreicht 0,1. Im negativen Bereich liegen Linkenfraktionschefin Heidi Reichinnek mit minus 0,7 und SPD-Finanzminister Lars Klingbeil mit ebenfalls minus 0,7. Kanzler Friedrich Merz (CDU) wird mit minus 1,6 bewertet. Das Schlusslicht bildet AfD-Chefin Alice Weidel mit minus 2,5.
Methodik der Umfrage
Für das „Politbarometer“ befragte die Forschungsgruppe Wahlen vom 14. bis 16. Juli 2026 insgesamt 1284 zufällig ausgewählte Wahlberechtigte telefonisch und online. Die statistische Fehlerquote liegt bei zwei bis drei Prozentpunkten. Die Umfrage zeigt, dass die aktuellen Regierungsparteien keine Mehrheit hätten, wenn am nächsten Sonntag Bundestagswahl wäre.



