Berlin. Zum 82. Jahrestag des Attentats vom 20. Juli 1944 haben Nachfahren der Widerstandskämpfer vor der AfD gewarnt und mehr Widerstand gegen Angriffe auf die politische Bildung gefordert. „Das ist heute wieder so“, sagte ein Sprecher der Nachfahren bei der Gedenkveranstaltung in Berlin. Oberst Claus Schenk Graf von Stauffenberg und seine Mitstreiter hatten 1944 versucht, Hitler mit einer Bombe zu töten. Die Explosion im Hauptquartier „Wolfschanze“ richtete schwere Schäden an, doch Hitler überlebte.
Mahnung zur Wachsamkeit
Die Nachfahren betonten, dass die Erinnerung an den Widerstand gegen das NS-Regime heute wichtiger denn je sei. Sie kritisierten, dass die AfD wiederholt die politische Bildung infrage stelle und versuche, die Geschichte umzudeuten. „Wir müssen uns wehren, wenn die Demokratie angegriffen wird“, so der Sprecher weiter. Die Gedenkfeier stand unter dem Motto „Erinnern für die Zukunft“ und zog zahlreiche Vertreter aus Politik und Gesellschaft an.
Forderungen an die Politik
Die Nachfahren forderten die Bundesregierung auf, die politische Bildung stärker zu fördern und gegen Geschichtsrevisionismus vorzugehen. „Es darf keine Toleranz gegenüber denen geben, die die Verbrechen der Nazis relativieren“, erklärte ein Teilnehmer. Die AfD wies die Kritik zurück und sprach von einer „Instrumentalisierung des Gedenkens“.
Das Attentat vom 20. Juli 1944 gilt als einer der bekanntesten Umsturzversuche im Dritten Reich. Stauffenberg und andere wurden noch am selben Abend hingerichtet. Jährlich wird in Berlin und anderen Städten an den Widerstand erinnert.



