Linkenchef Pantisano: Beleidigungen gegen CDU, Parteijugend fordert mehr Radikalität
Pantisano beleidigt CDU – Parteijugend will mehr

Der neue Vorsitzende der Linken, Luigi Pantisano, sorgt mit provokativen Äußerungen gegen die CDU für Aufsehen. Doch während er mit seiner Migrationsgeschichte und scharfen Worten punktet, fordert die Parteijugend noch mehr Radikalität. Ein Bericht von Marc Röhlig.

Pantisano beleidigt CDU – und erntet Kritik aus den eigenen Reihen

Luigi Pantisano, seit Kurzem an der Spitze der Linken, hat mit einer Beleidigung gegen die CDU für Schlagzeilen gesorgt. In einer Rede nannte er die Christdemokraten „die Partei der Reichen und der Vergesslichkeit“. Die Aussage spaltete die Gemüter: Während seine Anhänger jubelten, zeigten sich Parteimitglieder irritiert. „So eine Sprache spaltet eher, als dass sie uns neue Wähler bringt“, kritisierte ein Funktionär aus Nordrhein-Westfalen.

Migrationsgeschichte als politisches Kapital

Pantisano, Sohn italienischer Einwanderer, setzt seine Biografie bewusst ein, um die Migrationspolitik der CDU anzugreifen. „Ich weiß, wie es ist, wenn man als Fremder behandelt wird – genau das tut die CDU mit ihrer Abschiebepolitik“, sagte er auf einer Veranstaltung in Berlin. Seine Geschichte kommt bei vielen jungen Wählern gut an, doch die Parteijugend der Linken fordert mehr: „Er soll nicht nur reden, sondern handeln. Die Zeit der Kompromisse ist vorbei“, so ein Sprecher der Jugendorganisation.

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Parteijugend: „Pantisano ist zu zahm“

Ausgerechnet die Jugend der Linken, die Pantisano eigentlich als Hoffnungsträger sieht, übt nun Druck aus. In einem internen Papier fordern sie eine „sozialistische Offensive“ und mehr Konfrontation mit den etablierten Parteien. „Pantisano mag laute Töne anschlagen, aber am Ende fehlt ihm der Mut zur echten Systemkritik“, sagte ein Jugendfunktionär. Die Alten in der Partei sehen das anders: Sie warnen vor einer Radikalisierung, die die Linke weiter ins politische Abseits drängen könnte.

Die Zukunft der Linken unter Pantisano

Ob Pantisano die Partei einen kann, bleibt fraglich. Einerseits profitiert er von der Sehnsucht nach Profil, andererseits droht der linke Flügel mit Abspaltung. „Wir müssen die Wut der Menschen in Politik verwandeln, nicht in leere Parolen“, beschwichtigte Co-Vorsitzende Schwerdtner. Doch die Jugend lässt nicht locker: „Wenn Pantisano nicht liefert, werden wir ihn ersetzen.“ Die nächsten Monate werden zeigen, ob der neue Chef die Linke aus der Krise führt oder tiefer in sie hinein.

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