Der AfD-Bundesparteitag in Erfurt ist trotz massiver Proteste und Blockaden wie geplant gestartet. Bereits mehr als zwei Stunden vor dem geplanten Beginn um 10.00 Uhr hatten sich die meisten der rund 600 Delegierten am Tagungsort in der Erfurter Messehalle eingefunden. Nach Angaben der Partei waren gegen 7.30 Uhr bereits 540 Delegierte anwesend.
Delegierte trotz Blockaden rechtzeitig eingetroffen
Die Partei hatte am Freitag mitgeteilt, dass der Parteitag beginnen solle, sobald mindestens 50 Prozent der Delegierten eingetroffen sind. Diese Marke wurde frühzeitig erreicht. Mehrere AfD-Politiker berichteten am Morgen auf Social-Media-Kanälen, dass sie bereits vor Ort seien. Viele Delegierte wurden in Bussen, begleitet von zahlreichen Polizeiwagen, auf das Messegelände gebracht. Die Polizei sicherte die Anreise mit einem Großaufgebot.
Friedliche Proteste mit Blockaden
Begleitet wurde die Anreise von friedlichen Protesten tausender Demonstranten. Allerdings kam es auch zu Sitzblockaden und einer Sperrung der Autobahn 71. Zu den Protesten hatten Gewerkschaften, verschiedene Initiativen und Bündnisse aufgerufen. Nach Angaben der Polizei beteiligten sich am Morgen rund 20.000 Menschen an den Protesten. Es gebe zwei größere Demonstrationen und mehrere Blockaden, teilte die Polizei mit.
Die Proteste richteten sich gegen die politischen Positionen der AfD, insbesondere in der Migrations- und Europapolitik. Die Polizei war mit einem großen Aufgebot im Einsatz, um sowohl den Parteitag als auch die Demonstrationen zu begleiten. Bislang verliefen die Proteste überwiegend friedlich, es gab keine größeren Zwischenfälle.
Auswirkungen auf den Parteitag
Der Beginn des Parteitags wurde durch die Blockaden nicht beeinträchtigt. Die Delegierten konnten trotz der Sperrungen rechtzeitig eintreffen. Die Partei zeigte sich zufrieden mit dem Verlauf. „Der Parteitag kann wie geplant beginnen“, hieß es aus der Parteizentrale. Die Veranstaltung soll zwei Tage dauern und steht im Zeichen der Vorbereitung auf die anstehenden Landtagswahlen.



