15 Jahre nach dem verheerenden Anschlag auf der norwegischen Insel Utoya lebt der rechtsterroristische Attentäter Anders Breivik nach Angaben von BILD-Chefreporter Peter Hell in einer luxuriösen Gefängnislounge. Der Journalist, der damals vor Ort berichtete, erinnert sich im Gespräch mit Thomas Kausch an die schrecklichen Ereignisse vom 22. Juli 2011.
Der Ablauf des Anschlags
Am 22. Juli 2011 zündete Breivik zunächst in Oslo eine Bombe, die acht Menschen tötete. Anschließend fuhr er, als Polizist verkleidet, auf die Insel Utoya, wo sich Jugendliche in einem Sommercamp der sozialdemokratischen Jugendorganisation aufhielten. Dort tötete er innerhalb einer Stunde 66 junge Menschen. Insgesamt starben bei den beiden Anschlägen 77 Menschen.
Luxusbedingungen im Gefängnis
Peter Hell berichtete, dass Breivik in der Haft über mehrere Räume verfüge, darunter ein Wohnzimmer, ein Schlafzimmer und ein Fitnessraum. Er habe Zugang zu Fernseher, Computer und Videospielen. Die Bedingungen würden von Kritikern als „Luxus-Lounge“ bezeichnet. Die norwegischen Behörden rechtfertigen die Behandlung mit dem Ziel der Resozialisierung, auch bei Schwerstverbrechern.
Erinnerungen an die Tat
Hell beschrieb die Stimmung auf Utoya nach der Tat als fassungslos und traumatisiert. Die Überlebenden und Angehörigen litten bis heute unter den Folgen. Der Attentäter zeige keinerlei Reue für seine Taten. Die norwegische Justiz hatte Breivik 2012 zu 21 Jahren Haft mit anschließender Sicherungsverwahrung verurteilt, was einer lebenslangen Haftstrafe gleichkommt.



