Während sich die Vereinigten Staaten ihrem 250. Jubiläum nähern, würde man gerne sagen, dass die „Stadt auf dem Hügel“ – Amerikas Selbstbild als leuchtendes Vorbild – heller strahlt denn je. Stattdessen befindet sich das Land in einer Zeit tiefgreifender Unsicherheit, schreiben Sudha David-Wilp und Jackson Janes in einem Gastbeitrag für den Tagesspiegel.
Die älteste Demokratie der Welt unter Druck
Die älteste durchgehend bestehende moderne Demokratie der Welt ist nach wie vor eine globale Supermacht, zugleich aber zunehmend geprägt von politischer Polarisierung und heftigen Debatten über nationale Prioritätensetzung. Diese Herausforderungen stellen kein ausschließlich amerikanisches Phänomen dar. Auch die europäischen Demokratien kämpfen mit ganz ähnlichen Problemen, wenn auch nicht im selben Ausmaß.
Europas Schicksal hängt am amerikanischen Hügel
Das Schicksal der amerikanischen Demokratie entscheidet auch über Europas Zukunft. Wenn die USA als Vorbild für Freiheit und Rechtsstaatlichkeit ins Wanken geraten, hat das direkte Auswirkungen auf die transatlantischen Beziehungen und die Stabilität in Europa. Die Autoren betonen: „Die Krise in den USA ist nicht nur eine innenpolitische Angelegenheit – sie betrifft uns alle.“



