Neue Heimat in Neuseeland: Ruth Gutenbergs ungewöhnlicher Karriereweg
Nach dem zweiten Staatsexamen in Jura bewarb sich Ruth Gutenberg bei deutschen Kanzleien. Doch die Vorstellung, von zu Hause aus zu arbeiten, lehnten diese ab. Heute lebt die Juristin in Neuseeland und berät Mandanten aus der Ferne – mit Hilfe einer 360-Grad-Kamera, die sie in deutsche Gerichtssäle schaltet. Eine Rückkehr nach Deutschland kommt für sie nicht mehr in Frage.
Vom deutschen Staatsexamen zur Arbeit am anderen Ende der Welt
Gutenberg, die mit ihrem Pferd Smy eine neue Heimat gefunden hat, entschied sich nach mehreren Absagen für einen radikalen Schritt: Sie wanderte nach Neuseeland aus. Dort arbeitet sie als deutsche Anwältin und nutzt moderne Technologie, um ihre Mandanten in Deutschland zu vertreten. „Die deutschen Kanzleien waren nicht bereit, mir Homeoffice zu ermöglichen“, sagte Gutenberg. „Also habe ich mir eine Lösung gesucht, die mir die Freiheit gibt, von überall zu arbeiten.“
360-Grad-Kamera als Brücke zum deutschen Gerichtssaal
Ihre Arbeit ist ungewöhnlich: Per 360-Grad-Kamera ist Gutenberg live in deutschen Gerichtssälen zugeschaltet, kann Beweise betrachten und Plädoyers halten. Die Technologie ermöglicht es ihr, trotz der Entfernung präsent zu sein. „Die Kamera gibt mir das Gefühl, wirklich im Raum zu sein“, erklärte sie. „Meine Mandanten schätzen die Flexibilität, und ich kann meine Arbeit effektiv erledigen.“
Keine Rückkehr nach Deutschland geplant
Gutenberg betont, dass sie nicht mehr nach Deutschland zurückkehren möchte. „Das Leben in Neuseeland bietet mir eine Lebensqualität, die ich in Deutschland nicht hatte“, sagte sie. „Die Natur, die Ruhe und die Möglichkeit, meinen Beruf mit meiner Leidenschaft für das Reiten zu verbinden – das ist für mich ideal.“ Ihre Entscheidung zeigt, wie Digitalisierung traditionelle Berufe verändern kann.



