Podcaster Ben Berndt von Behörde unter Druck gesetzt
Die Landesmedienanstalt Nordrhein-Westfalen (NRW) hat den Podcaster Ben Berndt aufgefordert, seine Talks zu „korrigieren“. Andernfalls drohe ein „Verfahren“. Berndt ist mit seinem Format „ungeskriptet“ Deutschlands erfolgreichster Podcaster. Seine Gäste dürfen frei sprechen, auch wenn sie „Unsinn“ reden. Das Publikum soll sich selbst ein Urteil bilden, ohne pädagogische Betreuung oder staatliche Kontrolle.
Höcke-Interview mit Millionen Klicks
Besonders erfolgreich war Berndts Gespräch mit dem AfD-Politiker Björn Höcke, das vier Stunden dauerte und über sechs Millionen Mal abgerufen wurde. Die Landesmedienanstalt NRW sieht offenbar Handlungsbedarf und verlangt nun Korrekturen.
Martenstein: „Frontalangriff auf die Freiheit“
Harald Martenstein (72), Kolumnist der BILD, kommentiert den Vorgang als „ungeheuerlichen Frontalangriff auf die Freiheit von uns allen“. Es gehe um Kontrolle und Lenkung. Er bezeichnet die Behörde als „neue Zensurbehörde“ und fordert ihre Abschaffung. Der FDP-Politiker Wolfgang Kubicki nannte den Vorgang „beängstigend“.
Vergleich mit autoritären Systemen
Martenstein zieht Parallelen zu autoritären Systemen, die sich oft demokratisch nennen, wie die „Demokratische Volksrepublik Korea“ oder die „Deutsche Demokratische Republik“. Er betont, dass Freiheit entscheidender sei als das Wort Demokratie.
Aufruf an Berndt: „Werden Sie ein Held“
Martenstein appelliert an Ben Berndt: „Bleiben Sie hart. Werden Sie ein Held. Wie einst Wolf Biermann in der DDR.“ Er fordert Berndt auf, sich nicht beugen zu lassen.



