Bodentafel erinnert an Neonazi-Mord an Beate Fischer vor 32 Jahren
Bodentafel für Neonazi-Opfer Beate Fischer enthüllt

Mit einer Gedenkfeier und der Enthüllung einer Bodentafel erinnert das Bezirksamt Berlin-Reinickendorf am heutigen Donnerstag an die vor 32 Jahren ermordete Beate Fischer. Die 32-jährige Frau wurde am Abend des 23. Juli 1994 in der Emmentaler Straße 97 von Neonazis auf grausamste Art und Weise gefoltert, vergewaltigt und ermordet, wie das Bezirksamt mitteilte.

Jahrelange Verzögerung bei Anerkennung

Erst 24 Jahre später, im Jahr 2018, wurde Beate Fischer offiziell als Todesopfer rechtsextremer Gewalt anerkannt. Das Bezirksamt betonte, dass man nun an ihr Schicksal erinnern und zugleich ein Zeichen gegen das Vergessen, gegen Hass und Gewalt sowie für Menschlichkeit setzen wolle. Die Veranstaltung beginnt um 16.00 Uhr; es spricht Bezirksbürgermeisterin Emine Demirbüken-Wegner (CDU).

Symbol gegen das Vergessen

Die Bodentafel soll dauerhaft an den Mord erinnern und Passanten im öffentlichen Raum mit der Geschichte konfrontieren. Fischer ist eines von mindestens 187 Todesopfern rechter Gewalt in Deutschland seit 1990, deren Zahl von Initiativen wie der Amadeu Antonio Stiftung dokumentiert wird. Die späte Anerkennung ihres Falles zeigt nach Ansicht von Beobachtern die anhaltenden Defizite bei der Erfassung und Würdigung rechtsextremer Gewalttaten.

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