Ein 23-jähriges Mitglied der CDU in Nordrhein-Westfalen hat mit einem Video auf der Plattform TikTok für Empörung gesorgt. In dem Clip äußerte der Mann die Forderung, Muslime zu vergasen. Die CDU reagierte umgehend: Sie sprach von „ekelhaften und menschenverachtenden Aussagen“ und erstattete Strafanzeige.
Was geschah in dem Video?
In dem rund 30 Sekunden langen Video, das zunächst von der „Rheinischen Post“ veröffentlicht wurde, sagt der junge Christdemokrat: „Wenn ich weit oben bin, schiebe ich die alle ab. Eigentlich würde ich die lieber umbringen lassen. So vergasen oder so.“ An einen anderen Teilnehmer des Gesprächs gewandt, fügte er hinzu: „Wir haben früher die Juden vergast. Und jetzt vergasen wir die Muslime. Was hältst du davon?“ Als sein Gegenüber antwortete, dies nicht kommentieren zu können, erwiderte der 23-Jährige: „Ich kann das. Scheißegal. Ich mach', was ich will.“
Reaktion der CDU
Die CDU Nordrhein-Westfalen zeigte sich entsetzt. Ein Sprecher der Landespartei erklärte: „Wir verurteilen die ekelhaften und menschenverachtenden Aussagen eines Mitglieds auf das Schärfste. Es ist richtig, dass die örtlich zuständige Gliederung der CDU den Sachverhalt zur Anzeige bei der Staatsanwaltschaft gebracht und die notwendigen Schritte für den Ausschluss der Person eingeleitet hat.“ Die örtliche CDU werde dabei von der Landesgeschäftsstelle in Düsseldorf unterstützt.
Stellungnahme aus Krefeld
Die CDU Krefeld, in deren Reihen der Mann Mitglied ist, veröffentlichte ein Statement: „Die in dem Video zu hörenden Äußerungen eines Mitglieds der CDU Krefeld sind in jeder Hinsicht menschenverachtend. Sie stehen in krassestem Widerspruch zu den Grundwerten der Christlich Demokratischen Union.“ Der Kreisvorsitzende Christopher Schiffer betonte: „Wir sind geschockt und nehmen die Vorwürfe sehr ernst. Sofort nach Hinweisen auf das Video durch einen Influencer haben wir uns in den Sozialen Medien von den Aussagen des Mitglieds scharf distanziert.“
Weitere Schritte
Die Partei leitete noch am selben Tag alle erforderlichen parteirechtlichen Schritte zum Ausschluss des Mitglieds ein. Zudem wurde Strafanzeige bei der Polizei erstattet. Die CDU kündigte an, mit den Ermittlungsbehörden vollumfänglich zusammenzuarbeiten. Nähere Angaben zu dem Mann machte die Partei unter Verweis auf datenschutzrechtliche Gründe zunächst nicht.



