München präsentiert Olympia-Konzept: Zentrale Spiele und Nachhaltigkeit
München hat sein Konzept für die Olympischen Spiele präsentiert und zeigt sich selbstbewusst. Einen Tag lang erläuterten die Verantwortlichen den deutschen Wahlberechtigten der entscheidenden Olympia-Abstimmung vor Ort das München-Konzept, zunächst im hochmodernen SAP-Garden, anschließend im traditionsreichen Schloss Nymphenburg. Ministerpräsident Markus Söder (59, CSU) zeigte sich begeistert: „In München ist ein neues Sommermärchen möglich. Erst Olympia, dann die Paralympics, und dann gehen wir alle gemeinsam auf die Wiesn.“
Zentrale Spiele im Olympiapark
Die bayerische Landeshauptstadt setzt auf zentrale Spiele: Die Hälfte aller Sportarten soll im Olympiapark von 1972 ausgetragen werden. Im Olympischen Dorf, einem neuen Stadtteil im Münchner Osten, sollen mehr als 90 Prozent der Athleten untergebracht werden. Die Spiele sollen als Sprung in die Zukunft dienen, unter anderem durch die Etablierung des autonomen Fahrens im öffentlichen Nahverkehr.
Söder verspricht: „Wir haben beste Einrichtungen, beste Institutionen. Wir bieten ein nachhaltiges Konzept, anders als bei Olympischen Spielen zuvor. Wir haben keine Supermonsterbauten geplant.“ Das Konzept setzt bewusst auf bestehende Infrastruktur und Nachhaltigkeit.
Das deutsche Rennen um Olympia
Deutschland strebt eine Bewerbung für die Sommerspiele 2036, 2040 oder 2044 an. Drei nationale Konkurrenten sind noch im Rennen: neben München sind das Berlin und die Region Rhein-Ruhr. Die Delegierten der deutschen Olympischen Sportverbände entscheiden am 26. September in Baden-Baden per Abstimmung, welche Stadt aus Deutschland international beim IOC ins Rennen geht. Dem Deutschen Olympischen Sportbund liegen inzwischen alle Bewerbungsunterlagen vor, die nun nach Punkten bewertet werden. Die Bewertung der Bewerbungen wird den Delegierten vor ihrer Abstimmung präsentiert.
München hält sich für den Favoriten – zu Recht, wie Söder argumentiert: „Am Geld und an der Sicherheit wird es in Bayern sicher nicht scheitern.“
Breites Bündnis für Olympia
Das Münchner Bündnis für Olympia ist außergewöhnlich breit aufgestellt. Bei der Bürgerbefragung im Jahr 2025 stimmten 66,4 Prozent der Bürger für eine Bewerbung. Auch der neue Münchner Oberbürgermeister von den Grünen, Dominik Krause, ist ein großer Befürworter der Spiele. Er sieht eine „wahnsinnige Lust und Stimmung, die in der Stadt liegt.“ Auch Herbert Hainer, Präsident des FC Bayern, unterstützt das Vorhaben: „München ist eine Weltsportstadt mit Herz.“



