Elon Musk verklagt ZDF wegen angeblicher Verleumdung
Elon Musk verklagt ZDF wegen Verleumdung

Nach schwerwiegendem Vorwurf geht Elon Musk rechtlich gegen das ZDF vor. Der Tech-Milliardär und SpaceX-Chef kündigte auf seiner Plattform X rechtliche Schritte gegen den öffentlich-rechtlichen Sender an. Hintergrund ist eine Sendung, in der Musk mit den Ausschreitungen in Nordirland in Verbindung gebracht wurde.

Vorwurf: Aufruf zur Jagd auf Migranten

In der Sendung „ZDF heute live“ vom 12. Juni wurde Musk unterstellt, zu einer „Jagd auf Migranten“ aufgerufen zu haben. Die Moderatorin leitete die Berichterstattung mit den Worten ein: „Ein brutaler Mordversuch auf offener Straße in Belfast. Jemand filmt. Das Video geht viral. Ein rassistischer Mob macht daraufhin Jagd auf Migranten. Dazu aufgerufen hatten ein britischer Rechtsextremist und Tech-Milliardär Elon Musk.“

Die rund 30-minütige Sendung beschäftigte sich mit der Frage, warum Musk die Proteste in Nordirland befeuere und welche Rolle seine Beiträge auf X dabei spielten.

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Musk wehrt sich gegen „skandalöse Lügen“

Am Montagabend schrieb Musk auf X: „Rechtsmaßnahmen werden gegen ZDF wegen ihrer skandalösen Lügen ergriffen.“ Damit wehrt sich der Unternehmer gegen die Aussagen aus der Sendung. Belege dafür, dass Musk tatsächlich zu einer „Jagd auf Migranten“ aufgerufen habe, wurden nicht vorgelegt. Es wird lediglich ein Tweet vom 9. Juni gezeigt, in dem Musk schreibt: „Nur durch WIDERSTAND IMMER WIEDER und LAUT wird es irgendwelche Veränderungen geben!!“ und einen Tweet des rechtsradikalen britischen Aktivisten Tommy Robinson teilt.

ZDF räumt unpräzise Formulierung ein

Auf Nachfrage erklärte ein ZDF-Sprecher: „Die Moderation sollte die Gemengelage der gewaltvoll eskalierten Proteste und der vorherigen Aufrufe zu Protesten auf X zu Beginn der sehr umfassenden und differenzierten 30-minütigen Sendung pointiert zusammenfassen. Die gewählte Formulierung war aber unpräzise und dadurch missverständlich.“

Mit seiner Ankündigung auf X macht Musk nun deutlich, dass er die Darstellung des Senders nicht als bloßes Missverständnis betrachtet, sondern juristisch dagegen vorgehen will. Ob und in welchem Umfang bereits Klage eingereicht wurde, ließ Musk zunächst offen.

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