Epsteins Russland-Kontakte: Akten zeigen Bemühungen um Treffen mit Putin
Epstein suchte Kontakt zu Putin - Akten enthüllen Details

Epsteins hartnäckige Bemühungen um Kontakt zum Kreml

Der verstorbene US-Sexualstraftäter und Milliardär Jeffrey Epstein arbeitete offenbar über mehrere Jahre systematisch darauf hin, ein Treffen mit dem russischen Staatschef Wladimir Putin zu arrangieren. Dies geht aus kürzlich vom US-Justizministerium veröffentlichten Dokumenten hervor, die Einblick in Epsteins internationale Netzwerke geben.

Hochrangige russische Kontakte als Türöffner

Laut Berichten von CNN und der Washington Post versuchte Epstein, sich dem Kremlchef über einflussreiche russische Beamte anzunähern. Zu seinen Kontakten gehörte unter anderem der damalige russische Botschafter bei den Vereinten Nationen, Witalij Tschurkin, mit dem Epstein sich regelmäßig in New York traf. Epstein bot sogar an, Tschurkins Sohn Maxim bei der Jobsuche in einer New Yorker Vermögensverwaltungsfirma zu unterstützen.

Nach Tschurkins plötzlichem Tod im Februar 2017 richtete Epstein seine Bemühungen auf Außenminister Sergej Lawrow. In einer E-Mail vom 24. Juni 2018 an den norwegischen Politiker Thorbjørn Jagland schrieb Epstein: "Ich denke, Sie könnten Putin vorschlagen, dass Lawrow sich mit mir unterhält." Jagland signalisierte Kooperationsbereitschaft und plante, Lawrows Assistenten zu kontaktieren.

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Polen prüft Verbindungen zu russischen Geheimdiensten

Der polnische Ministerpräsident Donald Tusk kündigte diese Woche eine Untersuchung zu Epsteins möglichen Verbindungen zum russischen Geheimdienst an. "Immer mehr Hinweise deuten darauf hin, dass dieser beispiellose Pädophilieskandal von russischen Geheimdiensten mit organisiert wurde", erklärte Tusk in einer Kabinettssitzung.

Der Premierminister betonte die sicherheitspolitischen Implikationen: "Das kann nur bedeuten, dass sie auch kompromittierendes Material gegen viele heute noch aktive Staats- und Regierungschefs besitzen." Der Kreml wies diese Vorwürfe umgehend zurück und bezeichnete sie als nicht kommentierwürdig.

Unklarer Erfolg der Kontaktversuche

Aus den veröffentlichten Dokumenten geht nicht eindeutig hervor, ob Epstein jemals erfolgreich Kontakt zu Putin aufnehmen konnte. Allerdings taucht Putins Name in den Epstein-Akten mehr als tausendmal auf, was die Intensität der Bemühungen unterstreicht. Epstein selbst äußerte sich in seiner Korrespondenz optimistisch über seine russischen Kontakte und betonte die Bedeutung persönlicher Treffen.

Die Enthüllungen werfen neue Fragen auf über die globalen Verflechtungen des Epstein-Netzwerks und dessen mögliche politische Dimensionen jenseits der bereits bekannten kriminellen Aktivitäten.

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