Nato-Gipfel in Ankara: Europa muss sich allein verteidigen können
Europa muss sich allein verteidigen können

Europas Sicherheit in der Schwebe

Beim Nato-Gipfel in Ankara zeigt sich einmal mehr die tiefe Verunsicherung der Europäer: Sie klammern sich in der Sicherheitspolitik an Donald Trump und fürchten einen Rückzug der USA aus der Nato. Doch diese Angst verdeckt eine viel größere Gefahr – die eigene Unfähigkeit, sich allein zu verteidigen.

Die falsche Abhängigkeit

Die europäischen Staaten haben sich über Jahrzehnte darauf verlassen, dass die USA den militärischen Schutzschirm bereithalten. Doch spätestens mit Trumps Drohungen, die Nato infrage zu stellen, wird klar: Diese Abhängigkeit ist riskant. „Europa kann sich eine sichere Zukunft ohne die USA nicht vorstellen“, kommentiert Marina Kormbaki in ihrem Beitrag. Doch genau das müsse es lernen.

Die Diskussionen in Ankara zeigen, dass die europäischen Nato-Mitglieder weiterhin auf die amerikanische Führung setzen, anstatt eigene Kapazitäten aufzubauen. Dabei sind die militärischen Ausgaben vieler europäischer Länder seit Jahren zu niedrig, um eine eigenständige Verteidigung zu gewährleisten.

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Die wahre Gefahr

Die größte Gefahr für Europa sei nicht ein möglicher Rückzug der USA, sondern die eigene strategische Ohnmacht, so die Autorin. Solange Europa nicht in der Lage sei, seine Sicherheit selbst zu garantieren, bleibe es erpressbar – von Washington ebenso wie von Moskau oder Peking.

Der Nato-Gipfel in Ankara hätte die Chance bieten können, einen konkreten Fahrplan für mehr europäische Eigenständigkeit zu beschließen. Stattdessen dominierte die Sorge vor Trump die Agenda. „Die Europäer müssen endlich begreifen, dass sie sich nicht ewig auf andere verlassen können“, heißt es in dem Kommentar.

Ein Appell zur Selbstständigkeit

Der Kommentar endet mit einem klaren Appell: Europa müsse jetzt handeln, eigene Verteidigungsstrukturen aufbauen und mehr in Rüstung investieren. Nur so könne es langfristig seine Souveränität bewahren und unabhängig von wechselnden US-Administrationen werden.

Die Zeit drängt: Mit jedem Jahr, in dem Europa die notwendigen Reformen verschiebt, wächst das Risiko, von geopolitischen Entwicklungen überrollt zu werden. Der Nato-Gipfel in Ankara sollte als Weckruf dienen – nicht als weiteres Kapitel der Abhängigkeit.

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