Falklandinseln fordern Fifa-Strafe nach argentinischem WM-Banner
Falklandinseln fordern Fifa-Strafe nach argentinischem Banner

Die Regierung der Falklandinseln hat den Fußball-Weltverband Fifa aufgefordert, nach einer politischen Provokation durch argentinische Spieler im WM-Halbfinale zu handeln. In einer offiziellen Mitteilung hieß es: „Wir hoffen, dass die Fifa ihr Versprechen einlöst, die Politik aus dem Sport herauszuhalten, und jegliches Verhalten dieser Art gemäß ihrer eigenen Regeln ahndet.“

Argentinische Spieler zeigen Banner nach Sieg gegen England

Nach dem 2:1-Sieg gegen England in Atlanta hatten argentinische Spieler auf dem Rasen ein Banner mit der Aufschrift „Las Malvinas son Argentinas“ („Die Falklandinseln sind argentinisch“) präsentiert. Die Aktion sorgte international für Aufsehen und wurde als klare politische Botschaft gewertet.

Die Regierung der Falklandinseln erklärte, sie sei enttäuscht, aber nicht überrascht über das Verhalten des argentinischen Teams. Das Parlament der Inselgruppe im Südatlantik wandte sich zudem in einem öffentlichen Brief an das Disziplinarkomitee der Fifa. Bereits zuvor hatte die britische Regierung eine Untersuchung durch den Weltverband gefordert.

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Fifa untersagt politische Botschaften bei WM-Spielen

Die Fifa verbietet Spielern und Offiziellen rund um WM-Spiele die Präsentation politischer Botschaften. Ein Fifa-Sprecher teilte der Nachrichtenagentur dpa mit: „Wie üblich prüft die unabhängige Disziplinarkommission der Fifa derzeit die Spielberichte und wägt die relevanten Umstände ab, bevor sie auf der Grundlage der Fifa-Disziplinarordnung über mögliche weitere Schritte entscheidet.“ Dem argentinischen Team drohen nun Sanktionen.

Historischer Hintergrund des Falklandkonflikts

Großbritannien und Argentinien trugen 1982 einen 74-tägigen Krieg um die Kontrolle der Falklandinseln aus, bei dem Hunderte Menschen starben. Das britische Militär vertrieb die argentinischen Angreifer von dem dünn besiedelten Überseegebiet. Die Niederlage beschleunigte den Fall der argentinischen Militärregierung. Schlichtungsversuche der Vereinten Nationen und der USA scheiterten. Die Inseln sind seit 1833 britisches Überseegebiet. Erst 1989 nahmen beide Länder wieder diplomatische Beziehungen auf. Bis heute hat Buenos Aires seine Ansprüche auf die in Argentinien als Las Malvinas bezeichnete Inselgruppe nicht aufgegeben.

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