Die Fußball-Weltmeisterschaft endet, und die Frage stellt sich: Wer oder was kann dem umstrittenen Fifa-Boss Gianni Infantino nach dieser Superlativshow überhaupt gefährlich werden? Die Antwort liegt auf dem Platz.
Infantinos Position nach der WM
Gianni Infantino hat die WM 2026 genutzt, um sich und die Fifa als Organisation zu inszenieren. Die Turnierorganisation lief weitgehend reibungslos, die Zuschauerzahlen waren hoch, und die mediale Berichterstattung fokussierte sich auf sportliche Höchstleistungen. Doch hinter den Kulissen brodelt es. Kritiker werfen Infantino vor, die Fifa zu einem Unternehmen umgebaut zu haben, das vor allem auf Profit und Machtausbau bedacht sei.
Die Misstrauensfrage im Fußball-Weltverband
Im Raum steht die Misstrauensfrage: Kann Infantino trotz aller Erfolge noch das Vertrauen der Mitgliedsverbände und der Öffentlichkeit beanspruchen? Laut einem Kommentar von Thorsten Dörting ist die Antwort klar: Die Gefahr für Infantino kommt nicht von externen Kritikern, sondern von den eigenen Reihen. „Die Fifa ist ein Spiegelbild des Fußballs – und der Fußball verzeiht keine dauerhaften Missstände“, schreibt Dörting.
Superlativshow als Ablenkungsmanöver?
Die WM 2026 war eine Show der Superlative: 48 Mannschaften, 104 Spiele, Austragungsorte in drei Ländern. Infantino feierte dies als Erfolg. Doch die Frage ist, ob diese Inszenierung von den strukturellen Problemen der Fifa ablenken soll. Korruptionsvorwürfe, intransparente Entscheidungen und die umstrittene Vergabe der WM 2034 an Saudi-Arabien belasten den Verband.
Wer könnte Infantino gefährlich werden?
Mögliche Herausforderer kommen aus den Reihen der europäischen Verbände, die sich zunehmend gegen Infantinos Kurs stellen. Die UEFA hat bereits mehrfach Kritik an der WM-Aufstockung und den Menschenrechtsverletzungen in Gastgeberländern geübt. Auch interne Reformkräfte könnten Infantino bei der nächsten Wahl im Jahr 2027 in Bedrängnis bringen.
„Die Misstrauensfrage ist nicht nur rhetorisch“, betont Dörting. „Sie wird auf dem Platz entschieden – und zwar durch die Leistung der Teams und die Zufriedenheit der Fans.“ Bleibt der sportliche Erfolg aus oder mehren sich Skandale, könnte Infantinos Macht schnell bröckeln.
Fazit: Infantino bleibt vorerst stark, aber nicht unangreifbar
Für den Moment hat Infantino die WM als Plattform genutzt, um sich als starker Führer zu präsentieren. Doch die Zukunft wird zeigen, ob er die Kritik dauerhaft ignorieren kann. Die nächsten Monate werden entscheidend sein: Kommt es zu neuen Enthüllungen oder wächst der Druck aus den Verbänden, könnte die Misstrauensfrache schnell konkrete Folgen haben.



