Fifa hebt Rotsperre von US-Stürmer Balogun auf – Trump soll angerufen haben
Fifa hebt Rotsperre von US-Stürmer Balogun auf

Fifa kippt Rotsperre für US-Stürmer Balogun

Die Fifa hat überraschend die Rotsperre gegen den US-amerikanischen Stürmer Florian Balogun aufgehoben. Der 25-Jährige, der für die US-Nationalmannschaft spielt, war im letzten Gruppenspiel der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 gegen England mit einer Roten Karte vom Platz gestellt worden. Die Sperre hätte ihn für das Achtelfinale gesperrt, doch nun darf er doch auflaufen.

Die Entscheidung fiel laut Kreisen innerhalb der Fifa nach einem Telefonat zwischen US-Präsident Donald Trump und Fifa-Präsident Gianni Infantino. Trump soll sich persönlich für Balogun eingesetzt haben. Ein Sprecher des Weißen Hauses bestätigte, dass Trump mit Infantino telefoniert habe, wollte aber keine Details zum Inhalt nennen. „Der Präsident hat sich für einen fairen Wettbewerb eingesetzt“, sagte der Sprecher.

Rote Karte im Gruppenspiel gegen England

Balogun hatte im entscheidenden Gruppenspiel gegen England in der 78. Minute nach einem Foul an einem englischen Verteidiger die Rote Karte gesehen. Schiedsrichterin Stéphanie Frappart zeigte ihm nach Konsultation des Video-Assistenten die Rote Karte. Die Fifa sperrte ihn daraufhin für ein Spiel. Die USA gewannen das Spiel dennoch mit 3:2 und zogen als Gruppenzweiter ins Achtelfinale ein.

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Die Aufhebung der Sperre sorgt für Diskussionen. Kritiker werfen der Fifa vor, sich dem Druck von US-Präsident Trump gebeugt zu haben. „Das ist ein gefährlicher Präzedenzfall. Wenn Staatschefs direkt bei der Fifa anrufen, um Sperren aufheben zu lassen, untergräbt das die Glaubwürdigkeit des Sports“, sagte der ehemalige Fifa-Ethikkommissar Hans-Joachim Eckert.

Trump-Nähe zu Infantino bekannt

Die Beziehung zwischen Trump und Infantino gilt als gut. Bereits bei der WM 2022 in Katar hatten sich beide getroffen. Trump hatte damals Infantino öffentlich gelobt. Infantino wiederum betonte stets die Bedeutung der USA als Gastgeber der WM 2026, die gemeinsam mit Kanada und Mexiko ausgetragen wird. Die USA sind einer der Hauptgeldgeber der Fifa.

Die Fifa selbst begründete die Aufhebung der Sperre mit neuen Videoaufnahmen, die das Foul von Balogun in einem milderen Licht zeigten. „Nach Prüfung zusätzlicher Kameraperspektiven hat die Disziplinarkommission entschieden, dass die Rote Karte nicht gerechtfertigt war“, hieß es in einer Stellungnahme. Die englische Presse zeigte sich empört. „Die Fifa macht sich zum Spielball von Trump“, schrieb die „Daily Mail“.

Achtelfinale gegen Mexiko

Die USA treffen im Achtelfinale auf Mexiko. Das Spiel findet am 7. Juli 2026 in Los Angeles statt. Balogun ist mit acht Toren in der WM-Qualifikation und zwei Treffern im Turnier einer der wichtigsten Spieler der USA. Sein Einsatz könnte entscheidend sein. Die mexikanische Mannschaft protestierte offiziell bei der Fifa gegen die Aufhebung der Sperre, blieb aber erfolglos.

Balogun selbst zeigte sich erleichtert. „Ich bin dankbar, dass die Wahrheit ans Licht gekommen ist. Ich freue mich auf das Spiel und werde alles für mein Team geben“, sagte er. Die Fifa steht nun unter Druck, ihre Entscheidung zu erklären. Eine offizielle Pressekonferenz ist für den Abend angesetzt.

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