Frankreich weist Kreml-Propagandistin Xenia Fedorova aus
Frankreich weist Kreml-Propagandistin Fedorova aus

Frankreich hat die russische Journalistin Xenia Fedorova des Landes verwiesen. Das Innenministerium in Paris erließ am Mittwoch einen entsprechenden Erlass, wie das Ministerium der Nachrichtenagentur AFP bestätigte. Die Maßnahme erfolgte nach jahrelangen Vorwürfen, sie betreibe Propaganda für den Kreml.

Wer ist Xenia Fedorova?

Fedorova galt in Frankreich als das Sprachrohr von Kreml-Chef Wladimir Putin. Sie leitete früher das Pariser Büro des russischen Staatssenders Russia Today. In den vergangenen Jahren baute sie enge Kontakte zu rechtsgerichteten Medien und Politikern auf. Der erzkatholische und politisch rechtsaußen stehende Unternehmer Vincent Bolloré öffnete ihr die Türen zu seinem Medienimperium. So trat sie regelmäßig in dessen Fernsehsendern und Publikationen auf, wo sie oft die offizielle Linie Moskaus vertrat.

Macron nannte sie „Propaganda-Agentin“

Der französische Präsident Emmanuel Macron hatte Fedorova bereits im Juni 2017 in Versailles in Anwesenheit von Wladimir Putin als „Propaganda-Agentin“ bezeichnet. Im Juni dieses Jahres wiederholte er diesen Vorwurf öffentlich. Außenminister Jean-Noël Barrot äußerte kürzlich, Fedorova sei eine „ausgewiesene Propagandistin, die die Desinformationen des Kremls weiterverbreitet“.

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Zunehmende Kritik und Ausweisung

In letzter Zeit geriet Fedorova in Frankreich zunehmend in die Kritik. Die französischen Behörden warfen ihr vor, die offizielle Moskauer Linie zu vertreten, insbesondere in Bezug auf den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine. Die Ausweisung erfolgte nun auf Grundlage eines Erlasses des Innenministeriums. Ein genauer Zeitpunkt der Ausreise wurde nicht genannt.

Die Ausweisung Fedorovas ist ein weiterer Schritt Frankreichs im Kampf gegen Desinformation und Einflussnahme aus Russland. Paris hat in den vergangenen Monaten mehrfach Maßnahmen gegen mutmaßliche Kreml-Agenten ergriffen. Die Regierung Macron betont, dass die Meinungsfreiheit in Frankreich geschützt sei, aber die Verbreitung von Propaganda nicht geduldet werde.

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