FSB: Ukrainischer Agent bei Anschlagsplanung getötet
FSB: Ukrainischer Agent bei Anschlagsplanung getötet

Der russische Inlandsgeheimdienst FSB hat nach eigenen Angaben einen mutmaßlichen Terroranschlag verhindert und den Verdächtigen getötet. Die Behörden verbreiteten Videoaufnahmen, die einen toten Mann in einem Keller zeigen, zusammen mit einem Säckchen Munition und mehreren Computern. Dem Mann wird vorgeworfen, im Auftrag des ukrainischen Militärgeheimdienstes HUR einen Sabotage- und Terrorakt vorbereitet zu haben. Die Angaben lassen sich nicht unabhängig überprüfen.

Vorwürfe: Spionage und Anschlagsplanung im Ural

Dem FSB zufolge wurde der Mann in der ehemaligen Sowjetrepublik Ukraine geboren. Er soll Kontakt zum HUR aufgenommen haben und in dessen Auftrag die Bahnstrecke einer Energieanlage im Föderationskreis Ural ausgekundschaftet haben. Sein Ziel sei gewesen, dort einen Sprengsatz anzubringen. Diesen Sprengsatz habe er in einem Gebäude in Tjumen versteckt. Bei seiner Festnahme habe der Mann mit einem Sturmgewehr auf FSB-Mitarbeiter geschossen und sei daraufhin erschossen worden, so die Mitteilung.

Hintergrund: Sabotage in Russland seit Kriegsbeginn

Seit Beginn der russischen Invasion in die Ukraine im Jahr 2022 hat es in Russland zahlreiche Fälle von Sabotage an Bahnstrecken und anderen Objekten sowie Attentate auf Militärangehörige und Kriegsbefürworter gegeben. Russische Ermittler machen oft die Geheimdienste in Kyjiw dafür verantwortlich. Der FSB meldet regelmäßig, angebliche Sabotageakte oder Terroranschläge verhindert und Verdächtige getötet zu haben.

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Politische Lage: Putins Regierungspartei mit schlechten Umfragewerten

Während der FSB mit der Nachricht Stärke demonstrieren will, wirkt die russische Machtelite derzeit geschwächt. Die Umfragewerte für Wladimir Putins Regierungspartei sind vor der Dumawahl im September ungewöhnlich schlecht. Politikwissenschaftlerin Ekaterina Schulmann erklärte im SPIEGEL-Interview, warum die Wähler in Russland so unzufrieden sind. Sie beschrieb eine „verängstigte, depressive und zutiefst unglückliche Wählerschaft“.

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