Keiko Fujimori nach Wochen der Proteste endgültig zur Präsidentin Perus erklärt
Fujimori endgültig zur Präsidentin Perus erklärt

Nach wochenlangen Protesten und Betrugsvorwürfen hat die nationale Wahlkommission Perus die konservative Kandidatin Keiko Fujimori endgültig zur Siegerin der Präsidentschaftswahl erklärt. Die 51-Jährige gewann die Stichwahl vom 7. Juni mit 50,1 Prozent der Stimmen knapp vor dem linken Kongressabgeordneten Roberto Sanchez, der auf 49,9 Prozent kam. Der Unterschied betrug nur rund 50.000 von 18 Millionen abgegebenen Stimmen.

Fujimori spricht von einer neuen Phase

„Dies ist der Beginn einer neuen Phase“, erklärte Fujimori nach der Bekanntgabe. „Wir nehmen sie mit Verantwortung, Demut und einem tiefen Pflichtgefühl an.“ Die Tochter des früheren Präsidenten Alberto Fujimori, der Peru von 1990 bis 2000 regierte, hatte sich in ihrem Wahlkampf auf die zunehmende Kriminalität und die chronische politische Instabilität konzentriert, die dazu geführt habe, dass das südamerikanische Land in einem Jahrzehnt acht Präsidenten erlebt hat. Für den Fall ihres Wahlsiegs hatte sie ein hartes Durchgreifen gegen Kriminalität und irreguläre Migration angekündigt.

Rivale Sanchez erhebt Betrugsvorwürfe

Ihr Rivale Sanchez, der zum ersten Mal kandidierte, hatte den Behörden Unregelmäßigkeiten bei der Auszählung der Auslandsstimmen vorgeworfen und bereits erklärt, dass er eine von Fujimori geführte Regierung nicht anerkennen werde. Er hatte ohne Vorlage von Beweisen Wahlbetrug geltend gemacht. US-Außenminister Marco Rubio gratulierte Fujimori hingegen bereits und erklärte, die Regierung unter Präsident Donald Trump freue sich auf eine vertiefte Zusammenarbeit.

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Fujimori tritt in die Fußstapfen ihres Vaters

Fujimori wird ihre fünfjährige Amtszeit am 28. Juli antreten. Sie war mit 19 Jahren First Lady in Peru geworden, nachdem sich ihre Mutter öffentlich von ihrem Vater losgesagt hatte. Später machte sie in den USA eine Ausbildung zur Betriebswirtin. Ihr Vater wurde von seinen Anhängern dafür gefeiert, dass er die linken Rebellen der Guerillaorganisation Leuchtender Pfad besiegte und die peruanische Wirtschaft stabilisierte. Später wurde er jedoch wegen Menschenrechtsverletzungen und Korruption verurteilt und saß 16 Jahre im Gefängnis. Er starb 2024. Viele Peruaner haben dunkle Erinnerungen an die Regierungszeit ihres Vaters und verweigern jedem mit dem Namen Fujimori die Stimme. Dreimal war Keiko Fujimori mit ihren Präsidentschaftsambitionen gescheitert.

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