G7-Gipfel in Évian: Neue Entwicklungen im Nahost-Konflikt
Der G7-Gipfel im französischen Évian ist beendet. Die Staats- und Regierungschefs gaben Pressekonferenzen zu den Ergebnissen. US-Präsident Donald Trump und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron traten vor die Presse. Trump drohte dem Iran erneut mit Bombardements und kritisierte Israels Vorgehen im Libanon.
Trump droht Iran mit neuen Angriffen
Am Rande des Gipfels sagte Trump: „Wenn sie sich nicht benehmen, werden wir direkt wieder damit beginnen, Bomben mitten auf ihre Köpfe zu werfen.“ Er bezog sich auf das Rahmenabkommen mit dem Iran, das am Freitag unterzeichnet werden soll. Trump betonte, es sei keine endgültige Vereinbarung, sondern eine Absichtserklärung. Er stellte klar, dass die USA keinen Cent für den Wiederaufbau des Iran zahlen würden.
Israelische Luftangriffe im Libanon
Trotz der Vereinbarung zwischen den USA und dem Iran setzt Israel seine Angriffe im Libanon fort. Bei einem israelischen Luftangriff nahe Nabatija kamen mindestens vier Menschen ums Leben. Die Hisbollah-Miliz feuert weiterhin Raketen auf israelische Truppen. Trump kritisierte Israels Militäraktionen: „Man muss nicht jedes Mal ein Wohnhaus zerstören, nur weil man jemanden sucht.“
Deutsche Beteiligung an der Sicherung der Straße von Hormus
Bundesaußenminister Johann Wadephul erklärte, die Voraussetzungen für eine deutsche Beteiligung an der Sicherung der Straße von Hormus seien noch nicht gegeben. Man müsse mehr Klarheit über das Iran-Abkommen haben. Kanzler Friedrich Merz peilt ein Bundestagsmandat vor der Sommerpause an. Das Kabinett könnte bereits in der kommenden Woche über einen Einsatz beschließen.
G7-Staaten unterstützen Iran-Deal
Die G7-Staaten begrüßten das Rahmenabkommen zwischen den USA und dem Iran als „historische Chance“. Sie sind bereit, zur Umsetzung beizutragen. Die Energiesicherheit soll durch Diversifizierung der Lieferwege und Aufstockung der Energievorräte gestärkt werden.
Iranische Schiffe durchbrechen Blockade
Nach der Einigung haben erste iranische Schiffe die US-Seeblockade im Golf von Oman passiert. Mindestens drei Öltanker und zwei Frachtschiffe erreichten ohne Zwischenfälle den Iran. Die Blockade bleibt laut US-Militär bis Freitag in Kraft.
Hisbollah knüpft Atomabkommen an Israels Abzug
Die Hisbollah-Miliz fordert einen Abzug Israels aus dem Libanon als Bedingung für ein Atomabkommen. Der Iran habe zugesagt, dies in der nächsten Verhandlungsphase zu fordern. Der iranische Außenminister Abbas Aragtschi verknüpfte das Kriegsende ebenfalls mit einem israelischen Abzug.
US-Gericht erlaubt Sanktionen gegen UN-Expertin
Ein US-Berufungsgericht hat Sanktionen gegen die UN-Sonderberichterstatterin Francesca Albanese vorläufig zugelassen. Die USA werfen ihr Voreingenommenheit und Antisemitismus vor. Eine endgültige Entscheidung steht noch aus.



