Die britische Regierung plant ein Verbot von mehreren Social-Media-Plattformen für Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren. Premierminister Keir Starmer kündigte dies bei einer Pressekonferenz in London an. Er sprach am Montag von einem „großen Moment für unser Land“. Die Regelung soll Anfang kommenden Jahres in Kraft treten. Widerstand von Technologieunternehmen werde er nicht hinnehmen, erklärte er. Er sei nicht bereit, bei der Sicherheit und dem Glück von Kindern Kompromisse einzugehen.
Hintergrund des Verbots
„Hier geht es um die Frage, auf welcher Seite wir stehen: auf der Seite der Familien im ganzen Land oder auf der Seite eines Status quo, der nicht funktioniert“, sagte Starmer in einer Erklärung am Sonntagabend. Welche Apps genau betroffen sein sollen, ließ er zunächst offen.
Der „Sunday Times“ zufolge soll das Verbot für Plattformen wie Tiktok, Instagram, Facebook, X, Youtube, Snapchat, Threads, Twitch, Kick und Reddit gelten. Die Zeitung berichtete zudem, die Regierung wolle auch Chatbots und Funktionen einiger Gaming-Apps einschränken sowie mit einer Art Sperrstunde Jugendliche an nächtlichem Dauerscrollen hindern.
Öffentliche Meinung und Durchsetzbarkeit
Die britische Öffentlichkeit steht einem Social-Media-Verbot für Jugendliche positiv gegenüber, allerdings ist fraglich, wie wirksam es durchgesetzt werden kann. In Australien war im vergangenen Jahr das erste Social-Media-Verbot für Jugendliche unter 16 Jahren in Kraft getreten.
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