Großbritannien baut seine militärische Präsenz an der Nato-Ostflanke aus. Im Frühjahr sollen rund 300 zusätzliche britische Soldaten mit Waffen und Ausrüstung nach Estland verlegt werden, das direkt an Russland grenzt. Dies gab die britische Regierung am Freitag bekannt. Die Verstärkung ist Teil der laufenden Bemühungen der Nato, die Verteidigung ihrer östlichen Mitgliedsstaaten zu stärken.
Proteste in der Ukraine halten an
In Kiew und anderen ukrainischen Städten gehen die Proteste gegen die Personalentscheidungen von Präsident Wolodymyr Selenskyj weiter. Bereits den dritten Tag in Folge fordern Demonstranten die Rückkehr des entlassenen Verteidigungsministers Mychajlo Fedorow. Die Proteste richten sich gegen den Regierungsumbau, den Selenskyj vorgenommen hat. Die staatliche Nachrichtenagentur Ukrinform berichtet von anhaltenden Demonstrationen.
Hintergrund der Verstärkung
Die zusätzlichen britischen Truppen sollen die bereits in Estland stationierten Einheiten ergänzen. Estland ist sowohl Nato- als auch EU-Mitglied und teilt eine Grenze mit Russland. Die Verstärkung erfolgt vor dem Hintergrund des anhaltenden Ukraine-Kriegs und der Spannungen zwischen Russland und dem Westen. Die britische Regierung betont, dass die Maßnahme der Abschreckung diene.
Reaktionen auf die Proteste
Die Proteste in der Ukraine zeigen die Unzufriedenheit weiter Teile der Bevölkerung mit der Regierung. Selenskyj hatte Fedorow entlassen, was auf breite Kritik stieß. Demonstranten fordern nicht nur die Rückkehr des Ministers, sondern auch eine transparentere Politik. Die Lage in der Hauptstadt Kiew bleibt angespannt.



