Hummels kritisiert FIFA: WM-Sperren-Aufhebung ist Wettbewerbsverzerrung
Hummels: WM-Sperren-Aufhebung ist Wettbewerbsverzerrung

Weltmeister Mats Hummels hat scharfe Kritik an der FIFA geübt, nachdem der Weltverband die WM-Sperre des US-Angreifers Folarin Balogun aufgehoben hatte. „Das ist Wettbewerbsverzerrung, was da passiert“, sagte der Innenverteidiger in einem Interview mit MagentaTV. Die Entscheidung der FIFA sei ein schwerer Schlag für die Integrität des Turniers.

Hintergrund des Skandals

Balogun, der für die US-amerikanische Nationalmannschaft spielt, war ursprünglich wegen einer umstrittenen Aktion im Vorfeld der Weltmeisterschaft gesperrt worden. Die FIFA hob die Sperre jedoch nach Intervention von US-Präsident Donald Trump auf, wie dieser selbst einräumte. „Ich habe Infantino angerufen“, erklärte Trump in einem Interview und sorgte damit für weitere Empörung.

Hummels zeigte sich fassungslos über die Einmischung von Politik in den Sport. „Wenn ein Staatschef anruft und eine Sperre aufheben lässt, dann ist das ein gefährlicher Präzedenzfall“, warnte der 37-Jährige. „Das hat nichts mehr mit Fairness zu tun.“

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Reaktionen aus der Fußballwelt

Nicht nur Hummels übte Kritik. Auch Jürgen Klopp, Trainer des FC Liverpool, hielt eine Brandrede gegen Trump und FIFA-Präsident Gianni Infantino. „Unser Spiel, nicht deren Spiel!“, donnerte Klopp. Der ehemalige Bundesliga-Coach warf den Verantwortlichen vor, den Fußball für politische Zwecke zu missbrauchen.

Der frühere FIFA-Funktionär und Experte Reif rechnete ebenfalls mit Trump und Infantino ab. „Fantasie-Summen, heiße Luft, Fremdschämen – das ist das Niveau dieser sogenannten Führungspersönlichkeiten“, sagte Reif in einer Analyse. Er verwies auf die Gefahr, dass die FIFA durch solche Entscheidungen ihre Glaubwürdigkeit verliere.

Auswirkungen auf das Turnier

Die Aufhebung der Sperre hat direkte Auswirkungen auf den WM-Verlauf. Die USA, die ohne Balogun eine deutliche Schwächung erfahren hätten, können nun wieder auf ihren Top-Stürmer zurückgreifen. Experten sehen dadurch das gesamte Turniergefüge in Gefahr. „Wenn die FIFA einmal anfängt, nach politischem Druck zu handeln, ist die Tür für weitere Manipulationen geöffnet“, warnte ein Sportrechtler.

Hummels forderte Konsequenzen: „Die FIFA muss klare Regeln aufstellen und sich daran halten. Sonst wird der Fußball zur Farce.“ Er appellierte an die anderen Nationalmannschaften, gegen diese Entscheidung zu protestieren.

Die Diskussion um die WM-Sperre von Balogun dürfte noch lange nachhallen. Während die USA von der Entscheidung profitieren, stehen FIFA und Infantino unter massivem Beschuss. Die nächsten Tage werden zeigen, ob der Weltverband auf die Kritik reagiert oder ob weitere Sperren aus politischen Gründen aufgehoben werden.

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