FIFA-Präsident Infantino: Steckt Bevorzugung Argentiniens bei WM dahinter?
Infantino: Bevorzugt FIFA Argentinien bei der WM?

Die Vorwürfe der Bevorzugung Argentiniens bei der Fußball-Weltmeisterschaft halten an. FIFA-Präsident Gianni Infantino wird immer wieder vorgeworfen, den Titelverteidiger und Superstar Lionel Messi zu bevorzugen. Besonders in den sozialen Medien kursieren Verschwörungstheorien, wonach Argentinien bereits als erneuter Weltmeister feststehe. Ein Überblick über die strittigen Szenen, Statistiken und Aussagen.

Das Messi-Foul im ersten Spiel

Bereits im Auftaktspiel gegen Algerien sorgte eine Szene für Diskussionen: In der 31. Minute trat Messi mit der Sohle gezielt in Richtung der Achillessehne von Aïssa Mandi. Schiedsrichter Szymon Marciniak beließ es bei einer Ermahnung. Der deutsche Schiedsrichter Patrick Ittrich kritisierte dies als Experte bei MagentaTV: „Es gibt drei Kriterien für übermäßige Härte: Chance, den Ball zu spielen, Trefferbild und Dynamik. Allein die Dynamik fehlt. Für mich ist das eine Rote Karte.“ Bei einem Platzverweis hätte Messi mindestens gegen Österreich gefehlt.

Die Schlussphase gegen Ägypten

Im Achtelfinale gegen Ägypten (3:2) gab es mehrere strittige Szenen. Ägyptens Trainer Hossam Hassan wütete: „Das war ganz klar ein manipuliertes Spiel. Vielleicht wollten sie den Weltmeister im Wettbewerb halten. Vielleicht wollten sie, dass Messi im Rennen bleibt.“ Schiri-Experte Ittrich sagte: „Alle strittigen Entscheidungen sind gegen Ägypten getroffen worden. Die negativen Emotionen sind nachvollziehbar.“ Allerdings wurden die Szenen nicht als eindeutig fehlerhaft bewertet, Schiedsrichter François Letexier erhielt auch Lob.

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Die Karten-Statistik

Argentinien erhält durchschnittlich nur alle 19,7 Fouls eine Gelbe Karte. Unter allen 48 WM-Teams haben nur Tschechien (37,0), Tunesien (27,0) und Norwegen (24,0) eine bessere Quote. England hingegen sieht alle 7,7 Fouls Gelb. Argentinien beging mehr Fouls als England, musste aber nur halb so viele Verwarnungen hinnehmen.

Die Elfmeter-Statistik

Bereits bei der WM 2022 in Katar bekam Argentinien die meisten Elfmeter zugesprochen (fünf). Auch bei der aktuellen WM führt Argentinien die Statistik an – bis zum Viertelfinale wurden drei Elfmeter für sie gepfiffen. Messi verschoss allerdings zwei davon (gegen Österreich und Ägypten).

Die Rolle von Gianni Infantino

FIFA-Präsident Gianni Infantino wird Befangenheit unterstellt. Öffentliche Lobreden auf Messi, wie beim Sender DSports, dienen als vermeintlicher Beleg. Infantino schwärmte: „Messi spielt außergewöhnlich. Aber wir kennen ihn: Er ist ein Star und es macht uns immer Freude, ihm zuzusehen.“ Nach dem Spiel gegen Kap Verde schickte er Argentinien „eine herzliche Umarmung“ und „herzliche Glückwünsche“. Auch die Klub-WM im vergangenen Jahr wird angeführt: Messis Inter Miami durfte teilnehmen, obwohl Meister Los Angeles Galaxy der Vorzug hätte gegeben werden können. Infantinos Anteil an dieser Entscheidung blieb unklar.

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