Ryanair-Flug: Fenster zersplittert, Passagier teilweise aus Kabine gesaugt
Ryanair-Flug: Fenster zersplittert, Passagier gesaugt

Ein Ryanair-Flug von Thessaloniki nach Memmingen endete am Freitag dramatisch, als kurz nach dem Start eine Fensterscheibe zersplitterte und ein Passagier teilweise aus der Kabine gesaugt wurde. Die Boeing 737-800 musste nach etwa einer Stunde und 14 Minuten wieder in Thessaloniki landen. Der verletzte Mann, nach Angaben des griechischen Rundfunks ERT ein serbischer Staatsbürger, wurde in ein Krankenhaus gebracht.

Knall in 6000 Metern Höhe

Die Maschine war planmäßig um 5:55 Uhr Ortszeit gestartet. In einer Flughöhe von rund 6000 Metern war an Bord plötzlich ein lauter Knall zu hören, wie eine Passagierin der Deutschen Presse-Agentur (dpa) berichtete. Unmittelbar danach zerbrach eine Fensterscheibe. Der neben dem Fenster sitzende Passagier wurde durch das entstandene Loch gesaugt. „Sein Kopf und seine Schultern ragten aus dem zerbrochenen Fenster heraus“, schilderte eine Augenzeugin dem griechischen Sender ERT. Andere Fluggäste eilten zu Hilfe und zogen den Mann zurück in die Kabine. In der Folge fielen die Sauerstoffmasken von der Decke herab, wie auf in sozialen Netzwerken veröffentlichten Fotos und Videos zu sehen ist.

Pilot leitet Notkehr ein

Der Pilot des Ryanair-Fluges entschloss sich umgehend, den Flug über Nordmazedonien abzubrechen und nach Griechenland zurückzukehren. Laut offiziellen Flugdaten setzte die Maschine nach 74 Minuten wieder in Thessaloniki auf. Der verletzte Passagier wurde noch am Flughafen medizinisch versorgt und anschließend in eine Klinik eingeliefert. Eine offizielle Stellungnahme von Ryanair oder den zuständigen Behörden zu dem Vorfall lag zunächst nicht vor. Die griechische Flugsicherung hat Ermittlungen eingeleitet, wie ERT berichtete.

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Hintergründe noch unklar

Die genaue Ursache für das Zersplittern der Fensterscheibe ist derzeit noch Gegenstand der Untersuchungen. Experten zufolge können Materialermüdung, Herstellungsfehler oder äußere Einwirkungen wie Vogelschlag zu solchen Schäden führen. Der Vorfall ereignete sich auf dem Flug FR 1234, der eigentlich um 5:55 Uhr in Thessaloniki starten und um 7:55 Uhr in Memmingen landen sollte. Die betroffenen Passagiere wurden von Ryanair über die Situation informiert und erhielten Unterstützung bei der Umbuchung auf andere Flüge.

Der Vorfall erinnert an ähnliche Ereignisse in der Luftfahrtgeschichte, bei denen Fenster oder Rumpfteile in großer Höhe versagten. Die Boeing 737-800 ist ein weit verbreitetes Flugzeugmuster, das für seine Zuverlässigkeit bekannt ist. Dennoch kommt es gelegentlich zu Zwischenfällen, die glimpflich enden. Im vorliegenden Fall trugen das schnelle Eingreifen der Mitreisenden und die professionelle Reaktion der Besatzung dazu bei, Schlimmeres zu verhindern.

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