BMW-Absatz bricht im zweiten Quartal um 4,9 Prozent ein
BMW-Absatz: 4,9 Prozent Minus im zweiten Quartal

BMW hat im zweiten Quartal 2024 einen deutlichen Absatzrückgang verzeichnet. Der Münchner Autobauer lieferte zwischen April und Juni 590.962 Fahrzeuge aus, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Das sind 4,9 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum, in dem BMW noch ein minimales Plus gemeldet hatte.

China-Einbruch belastet die Bilanz

Hauptgrund für das Minus ist der drastische Rückgang in China. Auf dem wichtigsten Einzelmarkt des Konzerns sackten die Verkäufe um 30 Prozent auf nur noch 117.815 Autos ab. Bereits vor wenigen Wochen hatte BMW eine Gewinnwarnung ausgegeben und diese unter anderem mit der schwachen Nachfrage in China begründet. Auch in anderen asiatischen Märkten lief es schlecht.

Diese Verluste konnten durch Zuwächse in anderen Regionen nicht ausgeglichen werden. In Europa stiegen die Auslieferungen um 5,4 Prozent auf 260.173 Fahrzeuge, in den USA sogar um 9,5 Prozent auf 134.405 Autos. „Trotz weltweiter Herausforderungen konnten wir in den USA und Europa unseren Absatz steigern“, sagte Vertriebsvorstand Jochen Goller. Er zeigte sich zudem optimistisch für den neuen iX3: „Für die neue Klasse sind wir auf Kurs für 100.000 Auftragseingänge.“

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Mini stark, Kernmarke schwächelt

Bei den Konzernmarken entwickelte sich Mini positiv: Die britische Traditionsmarke legte um 17 Prozent auf 81.035 Fahrzeuge zu. Die Kernmarke BMW hingegen verzeichnete einen Rückgang um 7,7 Prozent auf 508.675 Auslieferungen.

Im Vergleich zu den beiden anderen großen deutschen Premiumherstellern schneidet BMW etwas besser ab. Mercedes-Benz hatte am Mittwoch einen Absatzrückgang um 6 Prozent auf 511.900 Autos gemeldet. Bei Audi betrug das Minus gut 8 Prozent auf 367.139 Fahrzeuge.

Ausblick und Herausforderungen

Die Autoindustrie leidet weltweit unter einer schwachen Konjunktur, insbesondere in China. BMW setzt daher auf neue Modelle wie den vollelektrischen iX3, um die Nachfrage anzukurbeln. Ob die Absatzziele für das Gesamtjahr erreicht werden können, bleibt angesichts der unsicheren Marktlage abzuwarten.

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