Infantino spricht erstmals nach Beben: 'Es ist nur ein Vorschlag'
Infantino spricht: 'Es ist nur ein Vorschlag'

FIFA-Präsident Gianni Infantino hat sich erstmals seit dem Eklat um die umstrittene WM-Vergabe zu Wort gemeldet. In einer Stellungnahme betonte er, sein Plan sei 'nur ein Vorschlag' gewesen. Diese Aussage löste neue Kontroversen aus und führte zu einer Welle der Kritik von Fußballexperten und ehemaligen Spielern.

Infantinos erster Auftritt nach dem Beben

In einem am Donnerstag veröffentlichten Video wandte sich Infantino direkt an die Öffentlichkeit. Er erklärte, dass die Vorschläge zur Reform der WM-Vergabe nicht als endgültig betrachtet werden sollten. 'Es ist nur ein Vorschlag, über den wir diskutieren müssen', so Infantino. Der FIFA-Chef sprach von einem Dialog auf Augenhöhe und betonte, dass die Meinungen aller Beteiligten gehört würden. Die Fußballwelt hatte zuvor mit Empörung auf die Pläne reagiert, die eine mögliche Aufstockung des Turniers und eine Neuverteilung der Gastgeberländer vorsahen.

Scharfe Kritik von Experten

Die Reaktionen ließen nicht lange auf sich warten. In insgesamt neun Videobeiträgen äußerten sich prominente Persönlichkeiten des Fußballs. Lothar Matthäus, der langjährige Kapitän der deutschen Nationalmannschaft, zeigte sich nachdenklich: 'Das Verhalten von Infantino wird in meinem Kopf bleiben. Es ist schwer zu akzeptieren, dass solche Vorschläge ohne Rücksicht auf die Traditionen des Sports gemacht werden.' Noch deutlicher wurde Marcel Reif, der bekannte Fußballkommentator. Er teilte gegen Infantino aus und bezeichnete die Vorschläge als 'in ihrer ganzen Unsäglichkeit' und als 'Fantasie-Summen' und 'heiße Luft'. Reif kritisierte zudem die Verbindung zu Donald Trump und sprach von einem 'Fremdschämen'.

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Weitere Stimmen und brisanter Plan

Auch Mats Hummels, Weltmeister von 2014, äußerte sich. Er stellte die Frage: 'Was passiert, wenn Belgien heute rausgeht?' und deutete damit an, dass der Zeitpunkt der Vorschläge höchst unglücklich gewählt sei. In einem weiteren Video wurde ein brisanter Plan der Uefa enthüllt, wie Infantino gestürzt werden könnte. Der italienische Verband, den Infantino zuvor mit einer WM-Teilnahme verhöhnt hatte, sah sich ebenfalls in der Kritik. Die PR-Show vor dem WM-Start, bei der Infantino als Greenkeeper auftrat, wurde als geschmacklos eingestuft. Matthäus brachte es im Klartext auf den Punkt: 'Die Fifa verkauft uns für dumm!'

Ausblick: Droht Infantino der Sturz?

Die Diskussionen um Infantinos Zukunft nehmen an Fahrt auf. In einem weiteren Analysevideo wurde die These aufgestellt: 'Alle Despoten haben eines gemeinsam.' Damit wird eine Parallele zu autoritären Herrschern gezogen. Ob Infantino tatsächlich mit einem Sturz rechnen muss, bleibt abzuwarten. Fest steht, dass die Vorschläge des FIFA-Präsidenten nicht nur auf Ablehnung stoßen, sondern auch das Vertrauen in seine Amtsführung erschüttern. Die kommenden Wochen werden zeigen, ob Infantino seinen Kurs halten kann oder ob der Druck aus der Fußballwelt zu groß wird.

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