Iranischer Verband kritisiert einseitige WM-Berichterstattung in den USA
Iran beklagt unfaire Medienarbeit bei WM in USA

Der iranische Fußballverband hat die Medienberichterstattung über seine Nationalmannschaft bei der Fußball-Weltmeisterschaft in den USA scharf kritisiert. In einer offiziellen Mitteilung beklagte der Verband eine einseitige und anti-iranische Darstellung der Ereignisse. Konkret geht es um die Arbeit eines angeblich nicht durch die FIFA akkreditierten Mediums, das als „Pseudo-Medienunternehmen“ bezeichnet wird.

Vorwürfe gegen nicht akkreditiertes Medium

Laut Verband habe sich dieses Medium im Bereich des Mannschaftshotels sowie bei Pressekonferenzen aufgehalten und vor allem Proteste gegen das iranische Team in den Fokus gerückt. Die positive Unterstützung durch Fans sei hingegen ignoriert worden. „Ziel war es offensichtlich, ein verzerrtes und irreführendes Bild der Stimmung rund um die iranische Nationalmannschaft zu vermitteln“, hieß es in der Mitteilung. Der Verband betonte, dass die offizielle Medienarbeit durch Einschränkungen und verweigerte Visa für Mitglieder der Medienabteilung erheblich erschwert worden sei. Eine korrekte, direkte und aus erster Hand erfolgende Berichterstattung sei dadurch nicht möglich gewesen.

Hintergrund: Visa-Streit und Reisebeschränkungen

Die Kritik ist Teil einer Serie von Beschwerden des Iran über die WM-Rahmenbedingungen. Bereits zuvor hatten Visa-Verweigerungen für Funktionäre zu Spannungen geführt. Für die ersten beiden Spiele in Los Angeles durfte das Team zudem nur am Spieltag einreisen und musste anschließend ins WM-Quartier nach Mexiko zurückkehren. Für das letzte Gruppenspiel in Seattle, wo Iran am Samstag (5.00 Uhr MESZ) auf Ägypten trifft, wurde die Regelung gelockert. Die FIFA war für eine Stellungnahme angefragt, äußerte sich jedoch zunächst nicht.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Auswirkungen auf die Mannschaft

Die iranische Nationalmannschaft steht bei dieser WM vor besonderen Herausforderungen. Neben den sportlichen Aufgaben müssen sich die Spieler und Betreuer mit politischen und organisatorischen Hürden auseinandersetzen. Der Verband sieht sich gezwungen, gegen eine vermeintlich unfaire Berichterstattung vorzugehen, um das Image des Teams zu schützen. Die Unterstützung durch die Fans sei groß, werde aber in den Medien nicht angemessen gewürdigt. Der Konflikt mit dem Gastgeber USA könnte die Stimmung im Team zusätzlich belasten, bevor das entscheidende Gruppenspiel ansteht.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration