Gaza: Sechs Tote bei israelischem Luftangriff
Bei einem israelischen Luftangriff in der Stadt Gaza sind nach Angaben des palästinensischen Zivilschutzes am frühen Dienstagmorgen sechs Menschen getötet worden. Es handele sich um Mitglieder einer Familie, darunter vier Kinder, sagte ein Sprecher des Zivilschutzes. Ob es verletzte Überlebende gab, war zunächst nicht bekannt. Das israelische Militär äußerte sich zunächst nicht zu dem Angriff. Ein Militärsprecher hatte über die Tötung eines Terroristen berichtet, der an dem Terrorangriff am 7. Oktober 2023 teilgenommen und mehrere israelische Geiseln in seiner Gewalt gehabt haben soll. Der Name des Mannes war jedoch nicht identisch mit dem des vom palästinensischen Zivilschutzes genannten Getöteten.
Kuwait: Iranische Angriffe auf Kraftwerke und Entsalzungsanlagen
Mehrere Strom- und Meerwasserentsalzungsanlagen in Kuwait sind nach Regierungsangaben erneut Ziel iranischer Angriffe geworden. Durch die Attacken am Montagabend seien in mehreren Einrichtungen Brände ausgebrochen, erklärte das Ministerium für Elektrizität, Wasser und erneuerbare Energien am Mittag. Der entstandene Schaden werde derzeit erfasst, während Arbeiten zur Reparatur und Wiederherstellung der betroffenen Anlagen vorbereitet würden. Mehrere Einheiten seien vorsorglich vom Netz genommen worden, um die Anlagen zu schützen und die Stabilität der Strom- und Wasserversorgung zu sichern. Der Wüstenstaat Kuwait ist wie die weiteren Golfländer auf die Entsalzung von Meerwasser angewiesen, um die heimische Bevölkerung mit Trinkwasser zu versorgen. Aus solchen Anlagen stammen rund 90 Prozent des Trinkwassers in Kuwait. Die Anlagen wurden kuwaitischen Angaben zufolge in den vergangenen Tagen bereits mehrmals getroffen.
Iranischer Minister trifft Vermittler in Pakistan
Inmitten gegenseitiger Angriffe zwischen den USA und dem Iran trifft sich der iranische Innenminister Eskandar Momeni laut pakistanischen Sicherheitskreisen mit führenden Vermittlern in Islamabad. Nach einem Termin mit Pakistans Armeechef Asim Munir sei Momeni derzeit im Gespräch mit Premierminister Shehbaz Sharif, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur von mit der Angelegenheit vertrauten Quellen in der pakistanischen Hauptstadt. Das Büro des pakistanischen Premiers veröffentlichte ebenfalls ein Foto, das die beiden Minister im Gespräch zeigt. Über Gesprächsinhalte wurde zunächst nichts bekannt. Bereits zuvor hatten die Kreise jedoch davon gesprochen, Pakistan werde darauf hinwirken, dass für eine neuerliche Verhandlungslösung im Krieg zwischen den USA und dem Iran diesmal eine Öffnung der für den internationalen Handel wichtigen Straße von Hormus von den mächtigen iranischen Revolutionsgarden verkündet werden müsse.
Huthis warnen Reedereien vor saudiarabischen Häfen
Die Huthi-Rebellen im Jemen warnen Reedereien davor, saudiarabische Häfen zu nutzen. Schiffen sei es untersagt, dort Fracht zu laden oder zu löschen, heißt es in einer E-Mail der mit dem Iran verbündeten Miliz vom 20. Juli, die bei mehreren Reedereien eingegangen ist und von Reuters eingesehen wurde. Solche Aktivitäten könnten dazu führen, dass die Schiffe „an jedem Ort“ von den Huthis angegriffen würden. Ein Huthi-Sprecher erklärte: „Wir empfehlen Ihrem Unternehmen dringend, bei all seinen Geschäftsbeziehungen die gebotene Sorgfalt und äußerste Vorsicht walten zu lassen. Jegliche derartige Aktivität würde die betroffenen Schiffe Sanktionen aussetzen. Darüber hinaus könnten sie an jedem Ort innerhalb der Einsatzreichweite der jemenitischen Streitkräfte ins Visier genommen werden.“
Israel: Finanzminister lehnt Beteiligung an Iran-Konflikt ab
Israel hat nach Angaben von Finanzminister Bezalel Smotrich kein Interesse daran, sich in den gegenwärtigen Konflikt zwischen den USA und Iran hineinziehen zu lassen. „Die aktuelle Situation, in der es einen begrenzten Konflikt zwischen dem Iran und den Vereinigten Staaten gibt, ist die richtige und beste für uns“, sagte Smotrich mehreren israelischen Medien zufolge auf einer Konferenz. Israels oberstes Ziel sei die Schwächung der Führung des Irans, und der beste Weg dorthin seien wirtschaftliche Maßnahmen, so der Minister.
Jordanien fängt iranische Drohnen ab
Das jordanische Militär hat nach eigenen Angaben fünf Drohnen aus dem Iran abgefangen. Die staatliche jordanische Nachrichtenagentur Petra berichtete unter Berufung auf eine Mitteilung der Streitkräfte, bei der Abwehr der Drohnen habe es keine Opfer gegeben, und es seien keine Schäden am Boden entstanden. In Jordanien sind US-Soldaten und -Flugzeuge stationiert. Das Land war bereits wiederholt Ziel iranischer Angriffe, nachdem das Rahmenabkommen zwischen Washington und Teheran im Streit um die Kontrolle über die Straße von Hormus gescheitert war.
Libanesische Armee rückt in Pilotzone ein
Die libanesische Armee hat nach eigenen Angaben mit der Verlegung von Truppen in die Ortschaft Sautar al-Gharbija im Rahmen einer Sicherheitsvereinbarung mit Israel begonnen. Die Ortschaft ist eine von mehreren sogenannten Pilotzonen im Südlibanon. Hier soll ein Abzug der weiterhin im Libanon stationierten israelischen Truppen getestet werden. In diesen Zonen sollen die libanesischen Streitkräfte die Kontrolle übernehmen und die Hisbollah entwaffnen, während sich die israelische Armee gleichzeitig schrittweise zurückzieht. Die Pilotzonen sollen zeigen, ob dieser Ablauf in der Praxis funktioniert, bevor das Vorgehen auf weitere Gebiete ausgeweitet wird.
Asean fordert Ende der Gewalt
Die Außenminister der südostasiatischen Staatengemeinschaft Asean haben sich angesichts der jüngsten Eskalation des Konflikts zwischen den USA und dem Iran tief besorgt gezeigt und alle Beteiligten zu größter Zurückhaltung aufgerufen. Die neuen Kämpfe gefährdeten die diplomatischen Bemühungen um eine friedliche Lösung des Konflikts, hieß es in einer gemeinsamen Erklärung der Minister im Zuge ihres Gipfeltreffens in der philippinischen Hauptstadt Manila. „Wir appellieren an alle Beteiligten, größtmögliche Zurückhaltung zu üben und jegliche Handlungen zu vermeiden, die die Situation weiter verschärfen könnten“, hieß es in dem Dokument weiter. Zugleich forderten die Außenminister einen „vollständigen und sofortigen Stopp der Feindseligkeiten an allen Fronten im Nahen Osten“.
Israel errichtet Erdwall im Gazastreifen
Das israelische Militär errichtet Satellitenbildern zufolge im Gazastreifen einen kilometerlangen Erdwall. Die Barriere trennt den von Israel kontrollierten Teil des Küstengebiets vom Rest des Landstrichs. Die Nachrichtenagentur AP legte die Bilder den israelischen Streitkräften vor, die den Bau einer physischen Barriere bestätigten. Die Bilder zeigen, dass in den vergangenen Monaten ein mehr als 23 Kilometer langer Erdwall errichtet wurde, der durch vom Militär zerstörte palästinensische Ortschaften verläuft. Das entspricht mehr als der Hälfte der Länge des Küstenstreifens, der etwa 40 Kilometer lang und 11 Kilometer breit ist und in dem mehr als zwei Millionen Palästinenser leben. Der Wall verläuft im Bereich der sogenannten gelben Linie, der Grenze, bis zu der sich die israelischen Truppen im Rahmen der Waffenruhevereinbarung vom Oktober zurückgezogen hatten. Diese vorübergehende Teilung des Gebiets ist in dem Abkommen bis zu einem umfassenderen Rückzug Israels vorgesehen. Das für die Region zuständige US-Zentralkommando, das mit der Überwachung der Waffenruhe beauftragt ist, wollte sich nicht zu der Barriere äußern, ebenso wenig wie der von US-Präsident Donald Trump eingerichtete sogenannte Friedensrat, der letztendlich die Aufsicht über den Gazastreifen übernehmen soll.
Tanker in Straße von Hormus getroffen
In der Straße von Hormus ist nach britischen Angaben ein Tanker von einem Geschoss getroffen worden. Die Besatzung habe Seenotrufe abgesetzt und das Schiff verlassen, teilt die britische Behörde für Seehandel (UKMTO) mit. Die Crew befinde sich in einem Rettungsboot. Der Vorfall ereignete sich demnach knapp 15 Kilometer östlich der Stadt Limah im Oman. Umweltschäden seien zunächst nicht gemeldet worden. Die iranischen Revolutionsgarden erklären, dass zwei Öltanker nach Explosionen in Brand geraten seien. Rettungsteams würden die Besatzungen in Sicherheit bringen. Ob es sich um denselben Vorfall handelt, bleibt zunächst unklar.
Pentagon soll Angriffe auf US-Soldaten verschwiegen haben
Das US-Verteidigungsministerium soll der Öffentlichkeit Informationen über drei iranische Angriffe vorenthalten haben, bei denen dutzende US-Soldaten verletzt worden sein sollen. Das berichtet die „New York Times“ am Dienstag. Demnach habe es vergangene Woche in Jordanien drei Angriffe auf amerikanische Streitkräfte gegeben. Noch am Montag musste Pentagon-Sprecher Sean Parnell einräumen, dass die Zahl der US-Verwundeten seit dem 7. Juli auf knapp 100 gestiegen sei. Von Vertuschung könne keine Rede sein: „Behauptungen über Verheimlichung sind Erfindungen, die darauf abzielen, das amerikanische Volk nach dem Tod von drei Soldaten weiter zu erschüttern“, zitiert die „New York Times“ Parnell. Seit dem Ende des Waffenstillstands habe das Pentagon kaum Informationen über die amerikanische Militärstrategie veröffentlicht; die letzte große Pressekonferenz zum Iran-Krieg habe Anfang Mai stattgefunden. Seit Kriegsbeginn am 28. Februar seien 17 US-Soldaten getötet worden; mehr als 1.700 iranische Zivilisten seien nach Schätzungen in dem Konflikt ums Leben gekommen.
Vermittler werben für neue Waffenruhe
Während die Militärschläge der USA im Iran seit nunmehr zehn Nächten andauern, bemühen sich die Vermittler Berichten zufolge um eine neue Waffenruhe. Katar, Ägypten, Pakistan und andere regionale Vermittler hätten den beiden Kriegsparteien einen Vorschlag für eine zehntägige Waffenruhe unterbreitet, erfuhr das US-Nachrichtenportal „Axios“ aus Quellen. Auch das „Wall Street Journal“ berichtete über den Vorschlag. Die Vermittler fürchteten, Washington und Teheran könnten in einen Kreislauf geraten, in dem sie den Konflikt zwar unterhalb der Schwelle eines umfassenden Krieges halten, aber die regionalen Volkswirtschaften auf unbestimmte Zeit beeinträchtigen, schrieb die Zeitung. Die US-Regierung prüfe den Vorschlag derzeit und habe Israel aufgefordert, Maßnahmen zu vermeiden, die das diplomatische Fenster schließen könnten, zitierte „Axios“ US-Beamte.
US-Militär beendet Angriffswelle gegen Iran
Das US-Militär hat eigenen Angaben zufolge nach fünf Stunden seine neuesten Angriffe gegen den Iran beendet. Ziel seien militärische Einrichtungen gewesen, darunter Luftverteidigungssysteme, Kommandozentralen und Startanlagen für Drohnen und Raketen, teilte das für die Region zuständige US-Kommando Centcom mit. So sollen die Möglichkeiten Irans, weiter Handelsschiffe in der für den Ölhandel wichtigen Straße von Hormus anzugreifen, geschwächt werden. Die USA griffen in der inzwischen zehnten Nacht in Folge Ziele der Islamischen Republik an. Teheran hatte zuvor Vergeltungsschläge gegen Länder mit US-Militärstützpunkten in der Region ausgeführt.
Nächtliche Explosionen im Iran gemeldet
Nach Beginn der erneuten Angriffswelle des US-Militärs auf Ziele im Iran melden örtliche Medien in der Nacht wieder Explosionen in mehreren Gebieten der Islamischen Republik. Laut der iranischen Nachrichtenagentur Tasnim wurden Explosionen aus Konarak in der südöstlichen Provinz Sistan-Belutschistan und der Hafenstadt Tschahbahar am Golf vom Oman gemeldet. Der regierungstreue Sender Press TV berichtete zudem von US-Angriffen im Gebiet der Stadt Schiras im zentralen Süden Irans. Die Nachrichtenagentur Fars meldete mehrere Explosionen im Bereich der Insel Gheschm in der Straße von Hormus sowie bei der Großstadt Bandar Abbas. Das US-Militär greift nach eigenen Angaben in der nunmehr zehnten Nacht in Folge an.
Erneut Tanker in Straße von Hormus angegriffen
In der Straße von Hormus ist erneut ein Tanker angegriffen worden. Er sei vor der Küste des Omans von einem „unbekannten Geschoss“ getroffen worden, meldete die britische Behörde zur Sicherheit der Schifffahrt (UKMTO) in der Nacht. Der Vorfall ereignete sich demnach acht Seemeilen (knapp 15 Kilometer) nordöstlich des omanischen Ortes Limah. Erst am Vortag war vor der Küste des Omans ein Schiff angegriffen worden und in Brand geraten. Der Iran verlangt, dass Schiffe eine Route entlang der eigenen Küste nehmen. Die Führung in Teheran hatte zuvor wiederholt erklärt, nur die vom Iran vorgegebene Route durch die Straße von Hormus sei sicher. Der Streit um die für den globalen Handel mit Öl, Gas und Dünger wichtige Meerenge und die Frage, wie die Durchfahrt geregelt wird, ist der wesentliche Grund, warum der Krieg zwischen den USA und dem Iran derzeit wieder eskaliert.
Pilotprojekt für Sicherheitszonen im Südlibanon gestartet
Das israelische Militär startet nach eigenen Angaben in Zusammenarbeit mit US- und libanesischen Streitkräften ein Pilotprojekt für Sicherheitszonen im Südlibanon. Dies sei ein Schritt zur Wiederherstellung der staatlichen Autorität des Libanon in dem Gebiet, erklärt ein US-Regierungsvertreter. Die Einrichtung der Zonen ist Teil eines von den USA vermittelten Abkommens, das die Entwaffnung der vom Iran unterstützten Hisbollah, den Abzug der israelischen Truppen und die Stationierung libanesischer Soldaten vorsieht.
Von Riad geführte Koalition will Handelsschiffe schützen
Die von Saudi-Arabien geführte Militärkoalition kündigt eine entschlossene Reaktion auf die Drohungen der jemenitischen Huthi-Rebellen gegen Handelsschiffe an. Dies sei eine eklatante Verletzung des Völkerrechts und stelle einen Akt der Piraterie dar, teilt das Bündnis mit. Es seien bereits Schutzmaßnahmen für Schiffe eingeleitet worden, die die Meerenge Bab al-Mandab passieren.
USA starten neue Angriffe gegen Iran
Das US-Militär hat eine neue Angriffswelle gegen den Iran gestartet. Die um 16.00 Uhr US-Ostküstenzeit (22.00 Uhr deutscher Zeit) begonnen Angriffe zielten darauf ab, die militärischen Mittel des Irans, um Handelsschiffe in der Straße von Hormus attackieren zu können, zu schwächen, teilte das für die Region zuständige US-Regionalkommando Centcom auf der Plattform X mit. Zu den genauen Zielen der neuen Angriffe wurden keine Angaben gemacht. Damit greifen die USA in der inzwischen zehnten Nacht in Folge Ziele der Islamischen Republik an. Teheran hatte zuvor Vergeltungsschläge gegen Länder mit US-Militärstützpunkten in der Region ausgeführt.
Trump will getötete Soldaten in Delaware ehren
US-Präsident Donald Trump will an der feierlichen Überführung kürzlich getöteter US-Militärangehöriger auf einen Luftwaffenstützpunkt im Bundesstaat Delaware teilnehmen. Seine Pressesprecherin Karoline Leavitt teilte mit, Trump werde am Dienstagabend (Ortszeit) die Dover Air Force Base besuchen, um die Toten in Empfang zu nehmen. „Der Präsident und das gesamte Weiße Haus beten für ihre Familien.“ Ein 25-Jähriger aus dem Bundesstaat Hawaii und eine 19-Jährige aus Texas waren am Freitag bei iranischen Angriffen auf Jordanien getötet worden. Ein weiteres Mitglied der US-Streitkräfte galt zunächst weiter als vermisst. Ein drittes Mitglied des US-Militärs kam am Samstag im Norden des Iraks ums Leben – nach offiziellen Angaben bei der kontrollierten Sprengung eines Blindgängers.
Jordanien fängt drei iranische Raketen ab
Das jordanische Militär hat nach eigenen Angaben drei iranische Raketen abgeschossen. Die Geschosse seien am Montagabend abgefangen worden, teilte das Militär mit. Bei dem Vorfall habe es weder Verletzte noch Sachschäden gegeben. Aus dem Iran lag zunächst keine Stellungnahme vor.
Trump droht dem Iran nach Tod von US-Soldaten
US-Präsident Donald Trump droht dem Iran nach dem Tod weiterer US-Militärangehöriger mit massiver Vergeltung. „Jedes Mal, wenn der Iran einen amerikanischen Soldaten tötet, wird er vielfach dafür bezahlen“, erklärte Trump auf seiner Plattform Truth Social. Er habe Verteidigungsminister Pete Hegseth und Generalstabschef Daniel Caine entsprechend angewiesen. Zuletzt kamen bei einem iranischen Angriff in Jordanien zwei Angehörige der US-Streitkräfte ums Leben. Damit steigt die Zahl der Gefallenen auf amerikanischer Seite in dem seit Februar andauernden Krieg auf 17. Zudem wurden bislang rund 430 US-Soldaten verletzt.
Trump schließt Netanjahu-Festnahme in USA aus
US-Präsident Donald Trump hat eine mögliche Festnahme des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu in den USA ausgeschlossen, sollte dieser im September zur UN-Generaldebatte nach New York reisen. „Benjamin Netanjahu wird während seines Aufenthalts in den Vereinigten Staaten von Amerika in keiner Weise und unter keinen Umständen festgenommen werden“, schrieb Trump auf seiner Plattform Truth Social – und reagierte damit auf Äußerungen des New Yorker Bürgermeisters Zohran Mamdani. Mamdani hatte kürzlich in einem Interview mit der „New York Times“ gesagt, er stehe in „aktivem Austausch“ mit der Rechtsabteilung der Stadt New York darüber, ob er die Befugnis habe, den israelischen Regierungschef festnehmen zu lassen. Er sei ein „Kriegsverbrecher“. „Ich bin der Meinung, dass Netanjahu nach Den Haag gehört“, so Mamdani im Interview. Die israelische Vertretung bei den Vereinten Nationen in New York sagte der Deutschen Presse-Agentur, sie gehe fest von einer Teilnahme Netanjahus an der UN-Generaldebatte im September aus. Mamdanis Aussagen hätten keinerlei legale Basis.
Britisches Militär meldet weiteren Angriff in Hormus-Straße
Das britische Militär hat einen weiteren Angriff auf ein Handelsschiff in der Straße von Hormus gemeldet. Die Seehandelsaufsicht der britischen Marine (UKMTO) erklärte am Montagabend, das Schiff sei vor der Küste der Vereinigten Arabischen Emirate unter Beschuss geraten. Zuvor hatte die UKMTO mitgeteilt, vor der Küste Omans sei ein Frachtschiff nach Beschuss in Brand geraten. Die Besatzung habe das Schiff verlassen. Das US-Militär hat Reedereien ermutigt, die für den globalen Ölhandel wichtige Meerenge auf einer Route vor der Küste Omans zu durchfahren. Teheran fordert dagegen, dass Schiffe eine Route vor der iranischen Küste nutzen.
Huthi-Rebellen drohen mit Seeblockade gegen Saudi-Arabien
Der militärische Sprecher der jemenitischen Huthi-Bewegung, Yahya Saree, hat die anhaltende Blockade des Flughafens Sanaa durch den Golfstaat Saudi-Arabien in einer Videobotschaft als „inakzeptabel“ bezeichnet und dem Land mit Vergeltungsmaßnahmen – inklusive einer Blockade im Roten Meer – gedroht. „Wir werden auf die Blockade mit einer Blockade antworten und auf jede Eskalation mit Eskalation reagieren“, sagte Saree. Die Huthis machen Saudi-Arabien für Luftangriffe auf den Flughafen Sanaa in der vergangenen Woche verantwortlich. Als Reaktion darauf griffen sie eigenen Angaben zufolge den saudi-arabischen Flughafen Abha International an. Saree erklärte, die „jemenitischen Streitkräfte“ seien auf alle Optionen vorbereitet. Zugleich rief er die Bevölkerung zur allgemeinen Mobilmachung auf und forderte „vollständige Bereitschaft für alle Szenarien“.
Iranischer Insider: Vermittler schlagen zehntägige Waffenruhe vor
Vermittler haben einem iranischen Insider zufolge eine Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran von zehn Tagen vorgeschlagen. So sollten Wege gefunden werden, das im Juni erzielte Rahmenabkommen zwischen beiden Seiten wiederzubeleben. Mitte Juni unterzeichneten die USA und der Iran das vorläufige Abkommen, das unter anderem eine 60-tägige Waffenruhe vorsah. Anfang Juli griffen die USA jedoch erneut Ziele im Iran an mit der Begründung, der Iran habe drei Tanker in der Straße von Hormus beschossen. Seither liefern sich beide Seiten immer wieder gegenseitige Angriffe.



