Iran-Wut auf Fifa nach WM-Auftakt: „Alles ein Desaster“
Iran-Wut auf Fifa: „Alles ein Desaster“ nach WM-Spiel

„Desaster“: Iran-Wut auf die Fifa!

Nach ihrem WM-Auftakt gegen Neuseeland platzte den Iranern der Kragen! Kapitän Mehdi Taremi (33) sprach von einem „Desaster“, kritisierte die Fifa scharf und beklagte die schwierigen Reisebedingungen seines Teams. Hintergrund: Nach dem 2:2 in Los Angeles am Montag musste die iranische Nationalmannschaft noch am selben Abend wieder die USA verlassen und ins Trainingslager im mexikanischen Tijuana zurückreisen. Der Iran und Gastgeber USA befinden sich seit Februar dieses Jahres in einem militärischen Konflikt.

Taremi: „Alles ist für uns ein Desaster. Wir haben unser Medienteam nicht, wir haben unseren Verbandspräsidenten nicht, auch Teile unseres Staffs fehlen, die für uns sehr wichtig sind.“ Noch deutlicher wurde der Stürmer von Olympiakos Piräus bei seiner Kritik am Weltverband: „Ich denke, das ist nicht gut für den Fußball. Bei einer Weltmeisterschaft musst du dich vernünftig auf das nächste Spiel vorbereiten können. Aber wir bekommen diese Unterstützung nicht. Die Fifa sollte uns mehr helfen.“

Sofortige Abreise sorgt für Ärger

Wie mehrere internationale Medien, darunter der britische „Guardian“, berichten, war für Dienstagvormittag ursprünglich noch eine Regenerationseinheit in Los Angeles geplant. Erst danach sollte die Mannschaft zurück nach Mexiko reisen. Doch daraus wurde nichts. Irans Nationaltrainer Amir Ghalenoei (62) beklagte: „Nach dem Spiel wurde uns gesagt: Ihr müsst sofort abreisen.“ Und weiter: „Man hat uns aufgefordert, in ein Flugzeug zu steigen und in unser Trainingslager in Tijuana zurückzukehren, und das bereitet uns große Sorgen. Sie zwingen uns, vorzeitig zurückzufahren. Sie machen die Situation immer schwieriger, stellen uns immer mehr Hürden in den Weg, aber wir werden uns nicht davon abhalten lassen, unser Bestes zu geben.“

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Ghalenoei ging sogar noch weiter: „Wir wissen ehrlich gesagt nicht, warum sie uns zurückschicken. Ich finde das sehr seltsam. (...) Ich glaube, unsere Mannschaft ist die am stärksten benachteiligte der gesamten Weltmeisterschaft.“ Taremi hatte berichtet, dass Fifa-Boss Gianni Infantino nach dem 2:2 in der Kabine der Iraner gewesen sei und eine Ansprache gehalten habe. Die Wut der Iraner konnte Infantino aber nicht lindern. „Natürlich will er uns helfen. Aber es geht auch um andere Dinge“, so der Kapitän.

Die Rahmenbedingungen für den Iran sind bei der WM aufgrund des Krieges mit den USA alles andere als einfach. Zwar hatte US-Präsident Donald Trump zuletzt ein Abkommen zwischen beiden Staaten verkündet und von einem diplomatischen Durchbruch gesprochen. Doch viele Details sind weiterhin offen.

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