Irankrieg: Trumps fatale Fehleinschätzung rächt sich jetzt
Irankrieg: Trumps fatale Fehleinschätzung rächt sich

US-Präsident Donald Trump hat sich ohne strategischen Plan in den Krieg gegen den Iran gestürzt – und diese fatale Fehleinschätzung rächt sich nun. Wie aus einem Interview mit dem Nachrichtenportal Axios hervorgeht, zeigte sich Trump überrascht über die sechstägigen Trauerzeremonien für den verstorbenen Ajatollah Ali Chamenei. „Ich bin überrascht, dass die Iraner weinten“, sagte Trump. „Ich dachte, alle hassten Chamenei.“ Diese Äußerung offenbart eine tiefgreifende Unkenntnis der schiitischen Glaubenspraxis, der iranischen Kultur und der tatsächlichen Machtverhältnisse im Land.

Mangelndes Verständnis für die iranische Gesellschaft

Ein Blick auf die Ergebnisse der letzten Präsidentschaftswahlen hätte genügt, um zu erkennen, dass das Regime in der Bevölkerung nach wie vor Rückhalt genießt. Zwar gewann der gemäßigte Kandidat Massud Peseschkian die Stichwahl, doch gut 45 Prozent der Stimmen entfielen auf den radikalen Hardliner Saeed Jalili. Jalili, der aus der äußersten religiösen und politischen Ecke kommt, wettert nun gegen Verhandlungen mit den USA. Diese Zahlen zeigen: Die iranische Gesellschaft ist tief gespalten, aber das Regime hat eine solide Basis.

Die Folgen der Fehleinschätzung

Trumps fatal falsche Einschätzung hat konkrete und schwerwiegende Folgen. Trotz unzähliger US-Luftangriffe hat das iranische Regime nicht kapituliert. Auch die Tötung der Führungsspitze führte nicht zum Kollaps des Systems. Die US-Marineblockade der strategisch wichtigen Straße von Hormus sowie die Verhängung weiterer Sanktionen haben den Iran nicht in die Knie gezwungen. Stattdessen sitzt das Regime in Teheran nun offensichtlich am längeren Hebel.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Strategische Fehler der USA

Die amerikanische Strategie beruhte offenbar auf der Annahme, dass das iranische Volk das Regime ablehnt und ein Eingreifen der USA begrüßen würde. Diese Annahme hat sich als grundfalsch erwiesen. Die Trauerfeiern für Chamenei, an denen Hunderttausende teilnahmen, sind ein deutliches Zeichen dafür, dass der schiitische Führer und das System, das er repräsentiert, in weiten Teilen der Bevölkerung verwurzelt sind. Trump und seine Berater haben die religiöse und kulturelle Dimension des Konflikts völlig unterschätzt.

Auswirkungen auf die Region

Die Fehleinschätzung hat nicht nur innenpolitische, sondern auch regionale Folgen. Der Iran hat seine Position im Nahen Osten gestärkt, während die USA militärisch und politisch feststecken. Die Blockade der Straße von Hormus hat zudem die globalen Ölpreise in die Höhe getrieben und die Weltwirtschaft belastet. Experten warnen, dass ein Ende des Konflikts ohne eine grundlegende Neuausrichtung der US-Politik nicht in Sicht ist.

Die Frage, die sich nun stellt, ist, ob die USA aus ihren Fehlern lernen werden. Bislang deutet wenig darauf hin. Trump selbst hat in Interviews keine Anzeichen von Selbstkritik gezeigt. Stattdessen wiederholt er die gleichen Fehleinschätzungen, die in die Sackgasse geführt haben. Die iranische Führung unterdessen zeigt sich entschlossen, den Konflikt zu ihren Gunsten zu nutzen.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration