Venezuela: Vater hofft seit 17 Tagen auf Rettung seines Sohnes aus Beben-Trümmern
Vater hofft seit 17 Tagen auf Rettung seines Sohnes

Seit 17 Tagen harrt Francisco Bastardo (42) vor den Trümmern seines Wohnhauses in La Guaira, Venezuela, aus. Er ist überzeugt, dass sein neunjähriger Sohn Fabio noch lebt. Ein Doppelbeben hatte am 25. Juni 2026 ganze Städte verwüstet und mindestens 4333 Menschenleben gefordert. Die Rettungsarbeiten laufen auf Hochtouren, doch die Hoffnung schwindet. Bastardo jedoch glaubt an ein Wunder.

Der Moment der Katastrophe

Der Seemann befand sich zum Zeitpunkt des Bebens auf einem Schiff nahe der Straße von Hormus und führte einen Video-Chat mit seiner Familie. „Mein Sohn war schon immer ein sehr intelligenter Junge. Er kam ins Wohnzimmer gerannt und sagte seiner Mutter, dass es ein Erdbeben geben würde. Seine Mutter umarmte ihn, und dann brach die Verbindung ab“, berichtete Bastardo mehreren Medien. Drei Tage später stand er vor den Trümmern des zwölfstöckigen Hauses, in dem er mit Fabio und seiner Ex-Frau Kiriaki lebte.

Stimme aus den Trümmern

Im Lärm der Rettungsarbeiten hörte Bastardo plötzlich die Stimme seines Sohnes. „Ich rief: ‚Sohn, wir sind hier, um dich zu retten! Bleib ruhig!‘ Und ich hörte ihn weinen und stöhnen“, erinnert er sich. Mit Spitzhacken, Schaufeln und bloßen Händen graben Rettungsteams seither nach Vermissten. Sie erreichten die Trümmer der Wohnung im sechsten Stock, wo Fabio lebte. Bis auf sechs Meter kamen sie an den Jungen heran. Eine kleine Kamera, die in die Trümmer geschoben wurde, zeigte angeblich das Glitzern seiner Augen. Doch neun Tage nach der Katastrophe sagten die Helfer: kein Lebenszeichen.

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Neue Hoffnung durch mexikanische Rettungsteams

Bastardo harrt weiter aus, hört weiter Kratzen und Klopfen, spricht mit seinem Sohn. Als das mexikanische Such- und Rettungsteam Topos Aztecas eintrifft, kehrt die Hoffnung zurück. Team-Kommandant Miguel García sagte der „Washington Post“: „Es gibt Anzeichen dafür, dass der kleine Junge noch am Leben sein könnte.“ Klopfzeichen aus den Trümmern deuten die Retter als bewusste Reaktionen. „Wir wissen, dass dies bewusste Reaktionen sind. Wir stehen mit ihm in Kontakt.“ Möglicherweise ist Fabio nicht verletzt, sondern nur eingeschlossen, hat Wasser und genug Luft zum Atmen.

Suche geht weiter

Die Helfer fanden das Kinderzimmer von Fabio, aber keine Spur des Jungen. Auch in der Küche war nichts. Das Zimmer der Mutter ist nicht zu erreichen. Wärmetests zeigen jedoch Anzeichen von Leben. Vater Francisco Bastardo sagt: „Mehr und mehr habe ich das Gefühl, dass wir ihm nahe sind. Ich glaube, wir werden es schaffen.“ Am 16. Tag stürzte aufgrund starker Regenfälle der Tunnel ein, den die Retter gruben. Doch sie begannen von Neuem. Auch an Tag 17.

Rund 58.000 Gebäude wurden durch das Doppelbeben zerstört. Die Hoffnung vieler Familien ruht auf den Rettungsteams, die unermüdlich nach Überlebenden suchen. Bastardos Geschichte bewegt ganz Venezuela – ein Vater, der nicht aufgibt.

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