Fifa-Präsident Gianni Infantino (56) treibt die Expansion der Fußball-Weltmeisterschaft weiter voran. Der Schweizer kann sich eine Aufstockung des Teilnehmerfeldes auf 64 Nationen vorstellen. Das gab er im Interview mit dem Schweizer Portal „blue Sport“ bekannt, das bereits zu Beginn der K.o.-Runde der laufenden WM geführt wurde.
Infantino: „Nach der WM müssen wir überlegen“
„Nach der WM müssen wir überlegen, auf jeden Fall“, sagte Infantino mit Blick auf eine mögliche Vergrößerung. Als Begründung nannte er den Wunsch, dass die ganze Welt – und nicht nur Europa und Südamerika – von einer WM-Teilnahme träumen können solle. Der Plan kommt überraschend, denn erst zur laufenden WM in den USA, Mexiko und Kanada wurde das Feld von 32 auf 48 Teams aufgestockt.
Bisherige Aufstockung als Erfolg gewertet
Infantino bewertet die Erhöhung auf 48 Teams als großen Erfolg: „Man sieht, die Qualität von den Teams ist allgemein extrem hoch und wird höher, höher und höher, überall auf der Welt.“ Aus seiner Sicht biete ein noch größeres Teilnehmerfeld kleinen Nationen eine Perspektive und Ansporn. Durch die höhere Teilnehmerzahl wurde bei der WM 2026 erstmals ein Sechzehntelfinale ausgetragen. Insgesamt steigen in den fünf WM-Wochen 104 Spiele – ein Rekord.
Mögliches Format: 16 Gruppen und 128 Spiele
Sollte die Vergrößerung auf 64 Nationen beschlossen werden, hätte sich die Teilnehmerzahl innerhalb kurzer Zeit verdoppelt. Ein mögliches Format wäre ein Turnier mit 16 Gruppen, aus denen jeweils die zwei besten Teams ins Sechzehntelfinale einziehen. Gruppendritte würden dann nicht mehr weiterkommen. Dies würde die Zahl der WM-Spiele auf 128 erhöhen – und damit auch die Einnahmen der Fifa steigern. Die endgültige Entscheidung über den Plan liegt beim Fifa-Rat, dem auch DFB-Präsident Bernd Neuendorf (65) angehört.



