ESC 2025 in Wien: Israels Teilnahme sorgt für Boykott und Sicherheitsbedenken
ESC 2025 in Wien: Israels Teilnahme sorgt für Boykott und Sicherheitsbedenken

Der Eurovision Song Contest 2025 in Wien steht im Zeichen des Gazakriegs. Mehrere Länder boykottieren die Veranstaltung, weil Israel teilnimmt. Spanien, Irland, Slowenien, die Niederlande und Island haben ihre Teilnahme abgesagt. Deutschland hingegen nimmt teil und schickt die ehemalige DSDS-Teilnehmerin Sarah Engels ins Rennen.

Die European Broadcasting Union (EBU) hatte die Forderung nach einem Ausschluss Israels abgelehnt. Daraufhin gaben mehrere Künstler ihren Protest bekannt: Nemo, der ESC-Gewinner von 2024, zerbrach aus Protest den Siegerpokal. Über tausend Musiker, darunter Macklemore, Björk und Massive Attack, unterschrieben einen Boykottaufruf. Auf der anderen Seite sprachen sich Gene Simmons, Boy George und Scooter Braun für eine Teilnahme Israels aus.

Die deutsche Bundesregierung stellte sich hinter Israel. Bundeskanzler Friedrich Merz und Kulturstaatsminister Wolfram Weimer machten die Teilnahme Israels zur Bedingung für Deutschlands Teilnahme. Die österreichische Polizei rechnet am Finaltag mit Protesten. Eine propalästinensische Demonstration mit rund 3.000 Teilnehmern ist angemeldet. Die Terrorwarnstufe in Österreich liegt bei 4 von 5.

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Der ESC findet zum dritten Mal in Wien statt. Die Halbfinals fanden am Dienstag und Donnerstag statt, das Finale läuft am Samstag ab 21 Uhr in der ARD. Moderiert wird die Show von Victoria Swarovski und Michael Ostrowski. Deutscher Kommentator ist Thorsten Schorn.

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