Österreichs Kanzler Stocker verschärft Ton gegen FPÖ und Kickl
Kanzler Stocker verschärft Ton gegen FPÖ und Kickl

Bundeskanzler Christian Stocker (ÖVP) hat in einem Interview mit dem STANDARD den Ton gegenüber der FPÖ und deren Parteichef Herbert Kickl deutlich verschärft. Er wirft den Freiheitlichen vor, auf permanente Empörung und Zerstörung zu setzen, und grenzt sich bewusst von dieser Politik ab. Statt einer Stimmung des Niedergangs wolle er Zuversicht vermitteln und Österreich weiterentwickeln.

Kanzler warnt vor „Republik in Trümmern“

Besonders zugespitzt formuliert Stocker seine Kritik mit der Frage: „Was ist, wenn alles hin ist? Wollen wir eine Republik in Trümmern?“ Er wirft der FPÖ vor, alles schlechtzureden und jede Entwicklung reflexartig zu bekämpfen. Dem stellt er das Ziel einer „besseren Zweiten Republik“ entgegen und kündigt an, die ÖVP künftig stärker über positive Zukunftsbilder und nicht über Empörung positionieren zu wollen.

Strategische Neuausrichtung der ÖVP

Die schärfere Abgrenzung zur FPÖ ist Teil einer strategischen Neuausrichtung der Volkspartei. Mit dem neuen Parteimanager Markus Gstöttner will Stocker die Menschen stärker auf der Gefühlsebene ansprechen und verlorene Wähler zurückgewinnen. Der Kanzler macht dabei deutlich, dass die Auseinandersetzung mit der FPÖ künftig offensiver geführt werden soll als bisher.

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Im „Inside Austria“-Podcast von SPIEGEL und STANDARD wird diese Woche auch über den Florentiner, einen legendären Habsburger-Diamanten, berichtet. Der Stein galt über 100 Jahre als verschollen, bis er in Kanada wieder auftauchte. Nun lässt SPÖ-Vizekanzler Andreas Babler prüfen, ob der Diamant der Republik Österreich zusteht, während die Habsburger betonen, es handle sich um Familienbesitz.

Weitere Themen der Woche sind Rumoren in der FPÖ nach der Causa Leoben, wo ein FPÖ-Abgeordneter einen Identitären kündigte, der mutmaßlich in einen brutalen Angriff verwickelt war. Fast alle Parteien zeigen sich offen für Sicherheitschecks. Zudem beschäftigen AfD-Abgeordnete offenbar den Neonazi und Ex-AfDler Andreas Kalbitz, und CSU-Chef Markus Söder äußert sich zur Reformoffensive der Regierung und zur Frage einer Kooperation mit der AfD.

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