WM 2026: Katar finanziert Tausenden Fans die Reise nach Vancouver
Während in Deutschland seit Monaten über die horrenden Preise bei der Fußball-Weltmeisterschaft in den USA, Mexiko und Kanada diskutiert wird, öffnet der katarische Emir großzügig die Staatskasse. Wie die Nachrichtenagentur AP berichtet, ließ Scheich Tamim bin Hamad Al Thani mehrere tausend Fans nach Vancouver einfliegen, wo heute das zweite WM-Gruppenspiel gegen Co-Gastgeber Kanada stattfindet. Im ersten Spiel hatte Katar ein 1:1 gegen die Schweiz erreicht.
Die Flüge wurden vom Emir gechartert. Dazu wurde eigens ein Staatsfonds zur Finanzierung der Fanreisen aufgelegt, der Flüge, Hotels, Transportkosten vor Ort und andere Ausgaben übernimmt. Der katarische Fußballverband erklärte, das Ziel sei es, „eine lebendige Stadionatmosphäre zu schaffen, die den Spielern hilft, die bestmöglichen Ergebnisse auf der globalen Bühne zu erzielen.“ Auch katarische Studenten in den USA und Kanada wurden eingeladen.
Einreise-Ärger: Baerbock legt mit FIFA-Kritik nach
Annalena Baerbock, Präsidentin der UN-Generalversammlung, hat ihre Kritik am Weltverband FIFA in der Debatte um verweigerte Einreisen bei der Fußball-WM erneuert. Der Sport lebe davon, dass er verbinde und Menschen zusammenbringe, sagte die 45-Jährige bei einer Veranstaltung im German House of Soccer in New York. „Daher ist der Punkt mit Blick auf Einreise mit Visa keine Nebensächlichkeit, sondern Menschen können nur zusammenkommen, den Fußball feiern, wenn ihnen das auch überall ermöglicht wird“, erklärte Baerbock. „Das ist eine Sache, die in dieser WM und nach der WM natürlich auch von der FIFA aufgearbeitet werden muss.“
Bayerns Díaz trumpft auf – Kolumbien siegt gegen WM-Neuling
Bayern-Profi Luis Díaz hat Kolumbien vor einer Blamage gegen WM-Neuling Usbekistan bewahrt. Der 29-Jährige bereitete beim 3:1 (1:0) im Aztekenstadion von Mexiko-Stadt den ersten Treffer durch Daniel Muñoz (40. Minute) vor und erzielte das zweite Tor selbst in der 65. Minute. Zudem traf Jaminton Campaz tief in der Nachspielzeit. Die Usbeken hatten durch Abbosbek Fayzullaev zwischenzeitlich ausgeglichen (60.).
Ghana feiert Last-Minute-Sieg gegen Panama
Im strömenden Regen von Toronto hat Caleb Yirenkyi Ghana gegen WM-Außenseiter Panama mit seinem späten Treffer vor einer Auftakt-Blamage bewahrt. Der 20-Jährige traf in der vierten Minute der Nachspielzeit zum glücklichen 1:0 (0:0) für Ghana, das über weite Strecken enttäuschte. Panama wartet damit weiter auf den ersten Punkt bei einer WM.
FIFA löscht fast 400.000 Hasskommentare seit WM-Beginn
Hass im Internet ist auch rund um die WM ein Problem. Der Fußball-Weltverband möchte alle Teilnehmer in Nordamerika schützen und hat nach eigenen Angaben bereits Hunderttausende Kommentare und Beiträge gelöscht. Die FIFA teilte mit, dass seit Turnierbeginn 3,8 Millionen Wortmeldungen überprüft und 388.000 entfernt wurden. Während der gesamten WM 2022 waren es 287.000 Beiträge und Kommentare.
Drohne bei Südkorea-Training rechtzeitig entdeckt
Ein möglicher Spionagefall beim WM-Training von Südkorea wurde gerade noch verhindert. „Das Timing war sehr wichtig“, sagte Trainer Myung-bo Hong vor dem Spiel gegen Co-Gastgeber Mexiko. „Während unseres Trainings war plötzlich eine Drohne am Himmel. Glücklicherweise wurde sie kurz vor unserem Taktik-Block entdeckt. Es wird also keinen Einfluss haben.“ Ein mexikanischer Militärangehöriger habe die Drohne zum Absturz gebracht. Die mutmaßlichen Täter konnten die Drohne wieder einsammeln und fliehen.
Kane führt England zum Startsieg gegen Kroatien
Superstürmer Harry Kane hat England einen perfekten Start in die WM-Titelmission beschert. Der Kapitän war mit einem Doppelpack der entscheidende Mann beim 4:2 (2:2)-Sieg gegen Kroatien. Kane traf per Foulelfmeter (12.) und per Kopfball (42.) und zog mit seinen WM-Toren neun und zehn mit Englands Rekordhalter Gary Lineker gleich. Jude Bellingham (48.) und Marcus Rashford (85.) erzielten die weiteren Tore. Für Kroatien trafen Martin Baturina (36.) und Petar Musa (45.+5).
Referee aus Paraguay leitet DFB-Duell mit Elfenbeinküste
Juan Gabriel Benitez aus Paraguay ist der Schiedsrichter für das zweite WM-Gruppenspiel der deutschen Nationalmannschaft gegen die Elfenbeinküste am Samstag in Toronto. Benitez ist zum ersten Mal bei einer WM dabei.
Radikale Lehrergewerkschaft plant Blockaden vor Aztekenstadion
Die radikale Lehrergewerkschaft CNTE plant Blockaden von Zugängen zum Aztekenstadion vor dem zweiten WM-Spiel in Mexiko-Stadt. Seit dem Morgen demonstriert die CNTE gegen eine umstrittene Rentenreform. 11.000 Polizisten sind im Einsatz, knapp 8000 davon rund um das Stadion. Vier Metrostationen wurden geschlossen.
US-Amerikanerin pfeift Tschechien-Spiel
Tschechiens Stürmer Ladislav Krejci will vor dem Spiel gegen Südafrika keine Geschlechter-Debatte aufkommen lassen. „Die Leistung ist wichtig, nicht das Geschlecht“, sagte er über Schiedsrichterin Tori Penso. Die 39-Jährige ist die zweite Frau, die bei einem Männer-WM-Spiel zum Einsatz kommt.
Portugal nur remis gegen Kongo – Ronaldo ohne Tor
Superstar Cristiano Ronaldo ist mit Portugal nur zu einem 1:1 gegen Außenseiter Demokratische Republik Kongo gestartet. João Neves brachte Portugal früh in Führung (6.), Yoane Wissa glich aus (45.+5). Ronaldo blieb ohne Treffer und stellte mit 41 Jahren und 132 Tagen einen Altersrekord als ältester Feldspieler in einer WM-Startelf auf.
ZDF-Panne: Stream von Österreich-Spiel bricht ab
Ein Streaming-Ausfall kurz vor Ende des WM-Spiels Österreich gegen Jordanien (3:1) sorgte für Ärger. In der Nachspielzeit brach der ZDF-Stream ab, die Zuschauer verpassten den Treffer zum 3:1-Endstand per Handelfmeter durch Marko Arnautovic. Das ZDF entschuldigte sich für den technischen Fehler.
Rüdiger über Tah: „Er ist der neue Chef“
Vize-Kapitän Antonio Rüdiger zeigt Größe nach dem Verlust seiner Position als Abwehrchef. Der 33-Jährige lobte Jonathan Tah: „Den Schub, den Jona in den letzten zwei Jahren gemacht hat, verdient bei mir sehr viel Respekt. Er ist der neue Chef.“
Messi-Tritt: Hätte es Rot geben müssen?
Nach Lionel Messis Drei-Tore-Gala gegen Algerien ist eine Kontroverse um ein Foul entbrannt. Der 38-Jährige trat in der 31. Minute seinem Gegenspieler von hinten in die Wade. Experte Patrick Ittrich sagte: „Für mich ist das eine Rote Karte.“ Der polnische Schiedsrichter Szymon Marciniak beließ es bei einer Ermahnung.
Türkischer Sender zieht Kommentator ab
Der türkische Staatssender TRT hat einen Kommentator abgezogen, weil er die Spieler des Iran und Neuseelands verwechselt hatte. Der Kommentator sprach vier Minuten lang über die falschen Teams. TRT bezeichnete den Vorfall als inakzeptabel.
KI-Video: Österreich träumt von WM-Sieg
Ein KI-Video lässt Österreich von einem WM-Titel träumen. In der fiktiven Doku aus dem Jahr 2056 ist Marko Arnautovic Bundespräsident, ein David-Alaba-Denkmal ersetzt die Johann-Strauß-Statue, und ein WM-Feiertag wurde eingeführt. Das Video wurde auf YouTube rund 160.000 Mal geklickt.
Einreise-Streit mit Iran: USA bleiben hart
Die USA wehren sich gegen Klagen des Iran über Einreiseverpflichtungen. Der WM-Beauftragte Andrew Giuliani erklärte, die Mannschaft werde am Tag vor dem Spiel einreisen und am Abend des Spieltags wieder ausreisen müssen.
Tuchel singt Hymne erst im WM-Finale
Thomas Tuchel ist nicht bereit, die englische Nationalhymne mitzusingen – außer im WM-Finale. Der Nationaltrainer Englands sagte, er sei noch zu schüchtern und wolle niemanden beleidigen.
Österreich startet mit Zittersieg gegen Jordanien
Österreich ist mit einem 3:1 (1:0) gegen Jordanien in die WM gestartet. Romano Schmid (20.), ein Eigentor von Yazan Al-Arab (77.) und ein Handelfmeter von Marko Arnautovic (90.+12) bescherten den Sieg. Jordanien glich durch Ali Olwan (50.) aus.
Kimmich ohne Schuh-Tick
Joshua Kimmich macht sich keine Gedanken über die pinkfarbenen WM-Schuhe. „Ich habe mir über die Farbe Pink noch nicht so viele Gedanken gemacht“, sagte der DFB-Kapitän. Er ziehe an, was der Ausrüster schicke.



