Jürgen Klopp hat sich erstmals öffentlich zu einer möglichen Übernahme des Bundestrainer-Postens geäußert und dabei klargestellt: „Ich bin mittlerweile mehr als aufgetankt. Also ich bin bereit.“ Der ehemalige Liverpool-Coach, der aktuell als Experte für MagentaTV bei der WM im Einsatz ist, bestätigte gegenüber Servus TV, dass Gespräche mit dem Deutschen Fußball-Bund (DFB) begonnen haben.
Klopp bestätigt Gespräche mit dem DFB
„Ja, es haben tatsächlich Gespräche begonnen und ich denke einfach, macht Sinn, dass ich – die Person, über die jetzt sehr viel geredet wurde – auch mal was dazu sage“, so Klopp. Er betonte jedoch, dass er noch einen laufenden Vertrag bei Red Bull habe, für das er „super gerne arbeite“. „Ich habe ein Team, mit dem ich super eng zusammenarbeite. Menschen, die ich in knapp 2 Jahren sehr, sehr gut kennengelernt habe. Und sowas gibt man nicht einfach so auf, oder ich zumindest nicht.“
Reizvolle Aufgabe als Nationaltrainer
Gleichzeitig räumte Klopp ein, dass der Job des Bundestrainers eine „sehr, sehr reizvolle Aufgabe“ sei. „Eine sehr wichtige Aufgabe mit dem Job des Nationaltrainers oder dem Amt des Nationaltrainers. Und ja, da kann ich jetzt nicht anders sagen als, das interessiert mich schon auch, die Gespräche interessieren mich auch“, fügte er hinzu. Allerdings sei die Situation noch nicht spruchreif: „Natürlich ist die aktuelle Situation so, dass Oliver Mintzlaff mein erster Ansprechpartner ist, dass Red Bull der Sache zustimmen muss. Ich glaube, auch zustimmen wird in Person von Oliver Mintzlaff, aber das wäre jetzt ein bisschen vorgegriffen.“
Klopp: „Habe nicht damit gerechnet“
Der 58-Jährige zeigte sich überrascht, dass die Diskussion um seine Person so schnell aufgekommen sei. „Insgesamt habe ich nicht damit gerechnet, dass das zu dem jetzigen Zeitpunkt in irgendeiner Form passieren könnte. Ich habe der Deutschen Nationalmannschaft alle Daumen gedrückt, dass es besser läuft, als es lief.“ Nach dem bitteren Aus der Nationalmannschaft gegen Paraguay hätten sich „die Ereignisse mehr oder weniger überschlagen“.
Klopp warnte jedoch vor zu hohen Erwartungen: „Dieses kurze Statement ist eigentlich nur dazu da, zu sagen, ja, es ist nicht alles Blödsinn, was da draußen geschrieben wird, aber es schlägt auch noch alles in den Kinderschuhen. Es wird schon noch einen Moment dauern. Wichtige Gespräche werden geführt werden, weil auch die Position des Nationaltrainers, die Probleme des deutschen Fußballs sich oder eine veränderte Person auf der Position nicht verändern wird, nicht lösen wird. Und dementsprechend geht das jetzt los.“



