Zäher Klopp-Deal: DFB Zeitplan steht, Bayern schweigt
Klopp-Deal zäh: DFB mit Zeitplan, Bayern schweigt

Die Verhandlungen zwischen Jürgen Klopp und dem Deutschen Fußball-Bund (DFB) über die Nachfolge von Julian Nagelsmann als Bundestrainer gestalten sich zäh. Nach Angaben aus Entscheiderkreisen gibt es „noch lange keinen Vollzug“. Dennoch existiert ein ambitionierter Zeitplan: Bis Ende nächster Woche soll der Deal finalisiert sein. Auffällig ist die Zurückhaltung des FC Bayern München, der sich in dieser Personalie bislang nicht zu Wort gemeldet hat.

Klopp weiter als Experte aktiv

Jürgen Klopp tritt am Sonntag beim WM-Finale zwischen Argentinien und Spanien in East Rutherford bei New York noch einmal als Experte für MagentaTV auf. Möglicherweise gibt er dann ein Update zu seiner Zukunft. Hinter den Kulissen wird indes intensiv über und mit dem designierten Nachfolger von Nagelsmann gesprochen.

Bayern schweigt – Rolle des Rekordmeisters unklar

Der FC Bayern München, der voraussichtlich den Großteil der Nationalspieler für den Neuaufbau Richtung Europameisterschaft 2028 stellen wird, hält sich in der Debatte um Klopp bedeckt. Weder Vorstandschef Jan-Christian Dreesen noch Sportvorstand Max Eberl äußerten sich. Auch die Granden Uli Hoeneß und Karl-Heinz Rummenigge blieben stumm. Dabei gilt als sicher, dass Klopp beim deutschen Rekordmeister hohes Ansehen genießt – nicht zuletzt wegen seiner Erfolge mit Borussia Dortmund und dem FC Liverpool, bei dem er die Bayern 2019 im Champions-League-Viertelfinale besiegte.

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Historische Verbindung zwischen Klopp und Hoeneß

Bereits 2008 war sich Hoeneß als Manager mit Klopp über eine Zusammenarbeit ab Mitte 2008 einig. Der Plan scheiterte, weil sich die Bayern-Führung für Jürgen Klinsmann entschied. Klopp wechselte daraufhin nach Dortmund und führte Borussia zu zwei Meisterschaften (2011, 2012) und machte sie zum ernsthaften Konkurrenten der Bayern.

DFB-Zeitplan und offene Fragen

In einer Informationsveranstaltung von Aufsichtsrat und Gesellschafterversammlung der DFB GmbH & Co. KG skizzierten Verbandspräsident Bernd Neuendorf und DFB-Vize Hans-Joachim Watzke die diskutierten Eckpunkte. Noch offen sind die konkrete Ausgestaltung des Vertrages bis zur WM 2030, die Zusammensetzung von Klopps Trainerteam, seine Einbindung in die sportlichen Strukturen sowie die Regelung seiner privaten Werbepartner. Auch der Vertrags-Exit bei Red Bull muss final geklärt werden. Red-Bull-Boss Oliver Mintzlaff soll sich rund ums WM-Finale mit Klopp in New York treffen, um „kreative Lösungen“ für die Freigabe zu finden.

Bayern als Spielerlieferant für den Neuaufbau

Sobald Klopp als Bundestrainer feststeht, dürfte der FC Bayern wieder eine Hauptrolle als Spielerlieferant spielen. Für den Neuaufbau Richtung EM 2028 kommen die Münchner WM-Fahrer Joshua Kimmich, Jonathan Tah, Aleksandar Pavlovic und Jamal Musiala infrage. Hinzu kommen die Offensivspieler Serge Gnabry und Lennart Karl, die die WM verletzungsbedingt verpassten, Torwart Jonas Urbig, der bereits in der Nationalmannschaft eingesetzte Tom Bischof sowie WM-Entdeckung Nathaniel Brown, der für bis zu 55 Millionen Euro von Eintracht Frankfurt nach München wechselt. Klopp würde voraussichtlich rasch mit Bayern-Coach Vincent Kompany und DFB-Kapitän Joshua Kimmich in Kontakt treten.

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