König Willem-Alexander macht Infantino Vorschlag für Friedenspreis
König Willem-Alexander macht Infantino Friedenspreis-Vorschlag

König kritisiert Infantino und US-Einreisepolitik

Der niederländische König Willem-Alexander hat am Rande der Fußball-Weltmeisterschaft in den USA Fifa-Präsident Gianni Infantino mit einem ironischen Vorschlag für den umstrittenen Friedenspreis konfrontiert. Zudem äußerte er sich kritisch zur US-Einreisepolitik und forderte Konsequenzen für die Olympischen Spiele 2028 in Los Angeles.

Während der WM-Partie der Niederlande gegen Schweden in Houston saß der Monarch neben Infantino. Nach dem 5:1-Sieg der Oranje sagte Willem-Alexander dem niederländischen TV-Sender NOS: „Ich bin hier als Gast der Fifa, daher sitze ich natürlich neben dem Gastgeber.“ Mit einem Augenzwinkern fügte er hinzu: „Ich habe ihm vielleicht ein paar Vorschläge für den Friedenspreis der kommenden Jahre gemacht.“ Seine Frau Máxima und Tochter Ariane waren im Hintergrund zu sehen und schmunzelten.

Hintergrund des umstrittenen Friedenspreises

Infantino hatte den Fifa-Friedenspreis im vergangenen Jahr ins Leben gerufen und ihn trotz erheblicher Kritik bei der WM-Auslosung im Dezember persönlich an US-Präsident Donald Trump überreicht. Die Geste war international auf Ablehnung gestoßen, da Trump für seine polarisierende Politik bekannt ist. Der niederländische König, der als IOC-Ehrenmitglied fungiert, nutzte die Gelegenheit, um auf die Problematik der US-Einreisebestimmungen hinzuweisen.

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Auf die Frage, was er davon halte, dass Zuschauern und einem Schiedsrichter die Einreise in die USA verweigert wurde, antwortete Willem-Alexander: „Ich weiß, dass das Internationale Olympische Komitee solche Situationen anders handhabt als die Fifa, und ich hoffe, dass die Organisation für die Olympischen Spiele in Los Angeles daraus lernen kann, damit dort alles korrekt abläuft.“ Die Sommerspiele in Los Angeles finden 2028 statt, noch während Trumps Amtszeit.

Spielverlauf und Weiterreise

Während des Spiels gegen Schweden scherzte der König: „Ich habe ein paar Mal nach einem Defibrillator gesucht, denn dieses Spiel war nicht immer gut für mein Herz. Aber ich kann nur sagen, dass ich es genossen habe. Es war unglaublich schön, die Niederlande in einem so großartigen Moment anzufeuern.“ Nach der Partie in Houston flog die königliche Familie weiter nach Kansas City in Missouri, um das Spiel von Curaçao gegen Ecuador zu sehen. Curaçao ist ein autonomes Land innerhalb des Königreichs der Niederlande. Dort fielen keine Tore – es endete 0:0. Der Torwart Curaçaos wurde nach dem Spiel für seine 15 Glanzparaden gefeiert.

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